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März 2026 – Seminar des Europäischen Parlaments in Brüssel 

Digitale Gewalt gegen Frauen: Angriff auf Demokratie und Journalismus

Von Brigitte Quint, AEJ Österreich

Fotos: Europäisches Parlament  

Hass. Drohungen. Einschüchterung. Digitale Gewalt gegen Frauen ist ein Thema, das auch den Journalismus zunehmend betrifft. Am Donnerstag, dem 5. März, lud das Europäische Parlament in Brüssel Journalistinnen und Journalisten zu einem Seminar über „Digital Violence against Women“ ein.

Unter den Teilnehmenden waren auch mehrere Mitglieder der Association of European Journalists (AEJ) aus Griechenland, Bulgarien, Rumänien, der Slowakei und Österreich. Für Österreich nahm die Journalistin Brigitte Quint teil.

Debatte, Daten und Deepfakes

Den formellen Auftakt bildete am Donnerstagvormittag die Sitzung eines interparlamentarischen Ausschusses zum Internationalen Frauentag 2026. 

Zu den Hauptrednerinnen zählten Lina Gálvez, Vorsitzende des Ausschusses für Frauenrechte und Gleichstellung, Hadja Lahbib, EU-Kommissarin für Gleichstellung, Krisenvorsorge und Krisenmanagement, sowie Florence Raes, Direktorin des UN-Women-Verbindungsbüros in Brüssel.

Als Gastrednerinnen sprachen unter anderem Natalia Waloch, Journalistin der polnischen Gazeta Wyborcza und des Magazins Wysokie Obcasy, die georgische Parlamentsabgeordnete Anna Natsvlishvili, die Medienforscherin Silvia Semenzin von der Universitat Oberta de Catalunya, Julie Guichard, Digital Safety Government Affairs Manager bei Microsoft, sowie Carlien Scheele, Direktorin des European Institute for Gender Equality (EIGE).

Die abschließenden Stellungnahmen hielten Josie Christodoulou, Commissioner for Gender Equality, und erneut Lina Gálvez.

Hass, der sich digital vervielfacht

Im Zentrum der Debatte stand digitale Gewalt gegen Frauen und Mädchen, ein Phänomen, das durch soziale Netzwerke, Plattformen und künstliche Intelligenz neue Dimensionen erreicht.

„Technologie ist nicht die Ursache des Problems, aber sie skaliert es“, warnte Silvia Semenzin.

Besonders alarmierend sei die Entwicklung bei Deepfakes:
Rund 96 Prozent aller Deepfake-Inhalte sind pornografisch, und 99 Prozent der Betroffenen sind Frauen oder Mädchen.

Plattformen unter Druck

Auch die großen Technologieunternehmen stehen zunehmend in der Verantwortung. Julie Guichard von Microsoft betonte, dass sich einmal veröffentlichte Bilder rasend schnell verbreiten können.

„Sobald ein Bild online ist, kann es sich im gesamten Internet verbreiten.“

Microsoft arbeite daher mit digitalen Fingerabdrücken und Kooperationen mit NGOs. Wird ein problematisches Bild gemeldet, erhält es einen digitalen Hashwert, der mit Partnerorganisationen geteilt wird. Dadurch könne verhindert werden, dass identische Inhalte erneut hochgeladen werden.

Für Carlien Scheele vom European Institute for Gender Equality ist klar: Digitale Gewalt existiert nicht im luftleeren Raum.

„Sie stützt sich auf bestehende Stereotype und Machtverhältnisse.“

Die Folgen sind real: Frauen löschen Accounts, wechseln Telefonnummern oder ziehen sich ganz aus öffentlichen Debatten zurück. Manche ändern sogar ihren Arbeitsplatz, Studienort oder Wohnort.

Politischer Appell aus dem Europäischen Parlament

Auch aus dem Europäischen Parlament kam ein klarer Appell.

„Wir sind keine Minderheit, wir sind die Mehrheit“, betonte Lina Gálvez.

In der Europäischen Union leben rund zehn Millionen Frauen mehr als Männer. Dennoch seien Frauen im öffentlichen Raum weiterhin deutlich häufiger Ziel von digitaler Gewalt.

Wenn Journalistinnen zur Zielscheibe werden

Wie sich diese Entwicklungen konkret auf den journalistischen Alltag auswirken, war Thema des anschließenden Seminars „Digital Violence against Women“.

Besonders im Fokus standen Journalistinnen, die zunehmend Ziel koordinierter Onlinekampagnen werden.

Hasspostings, Drohungen und Einschüchterungen gehören für viele von ihnen inzwischen zum beruflichen Risiko.

Wenn Hass Frauen aus der Politik drängt

Ein Schwerpunkt des Seminars lag zudem auf digitaler Gewalt gegen Politikerinnen.

Die ehemalige slowakische Präsidentin Zuzana Čaputová, die per Video zugeschaltet war, berichtete von eigenen Erfahrungen mit Online-Hass – und davon, dass auch ihre Töchter zur Zielscheibe von Angriffen wurden.

Die Botschaft vieler Täter sei klar:„Sei still, sei klein, bleib draußen.“

Wenn junge Frauen sehen, welche Angriffe Politikerinnen im Netz erleben, entscheiden sich viele bewusst gegen eine politische Karriere. Damit wird digitale Gewalt zu einem Problem für die demokratische Teilhabe.

Plattformen und Regulierung

Die finnische Europaabgeordnete Sirpa Pietikäinen verwies darauf, dass klassische Medien strengen Regeln unterliegen. Für Social-Media-Plattformen fehlten solche Standards jedoch oft noch.

Ohne klare Regulierung und konsequente Umsetzung europäischer Digitalgesetze werde sich digitale Gewalt kaum eindämmen lassen.

Der Portugiese Carlos Farinha, Präsident der Kommission zum Schutz von Kriminalitätsopfern, betonte, dass digitale Gewalt kein Konflikt zwischen Männern und Frauen sei, sondern ein gesellschaftliches und kulturelles Problem, das entsprechend umfassend bekämpft werden müsse.

Wenn Reichweite toxisch wird

Sehr persönliche Einblicke gab die spanische Influencerin Raissa Sali. Weil sie sich zwischen verschiedenen Communities bewegt, wird sie aus unterschiedlichen Richtungen angefeindet.

Besonders kritisch sieht sie TikTok, das sie als das „toxischste“ der großen sozialen Netzwerke bezeichnet. Trotz größerer Reichweite verließ sie die Plattform schließlich, weil die Angriffe zu massiv wurden.

Neue Herausforderungen durch digitale Radikalisierung

Mehrere Beiträge verwiesen zudem auf ein wachsendes Problem: die Radikalisierung junger Männer im Internet.

Studien zeigen, dass ein Teil der Generation Z zunehmend frauenfeindliche Narrative übernimmt. In Online-Subkulturen verbreiten sich entsprechende Ideologien schnell und erreichen oft schon sehr junge Nutzerinnen und Nutzer.

Bereits Mädchen im Alter von neun Jahren können im Netz Ziel von sexueller Belästigung oder digitaler Gewalt werden.

Wenn Drohungen Trauma auslösen

Den Abschluss bildete die Keynote der österreichischen Journalistin und Autorin Ingrid Brodnig, die ihr Buch „Frauen als Feindbild“ vorstellte.

Sie machte deutlich, dass Online-Hass häufig sexualisierte Drohungen enthält. Diese werden oft indirekt formuliert, haben für Betroffene jedoch dieselbe Wirkung wie offene Gewaltandrohungen.

Für viele Frauen sind solche Botschaften besonders belastend, weil sie an reale Erfahrungen anknüpfen. Eine Betroffene berichtete, dass Online-Drohungen bei ihr noch Jahre nach einer Vergewaltigung starke körperliche Stressreaktionen auslösen.

Digitale Gewalt zwinge viele Frauen daher, traumatische Erfahrungen immer wieder neu zu durchleben.

Ein Angriff auf die Demokratie

Studien zeigen außerdem, dass Frauen nach Hasskampagnen deutlich häufiger vorsichtiger werden oder sich aus öffentlichen Debatten zurückziehen.Damit geht es längst nicht mehr nur um individuelle Betroffenheit. Wenn Stimmen systematisch eingeschüchtert werden, verändert sich der öffentliche Diskurs selbst.

Die zentrale Erkenntnis des Seminars lautet daher:

Digitale Gewalt gegen Frauen ist kein Randproblem des Internets.
Sie ist ein strukturelles gesellschaftliches Problem – und eine Herausforderung für die Demokratie.

Oder, wie es Lina Gálvez formulierte:

„Wir sind keine Minderheit. Wir sind die Mehrheit.“

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„Trenčín als offene, freie, tolerante und moderne Stadt“

„Kultur ist niemals Belastung fürs Budget, sondern Bereicherung“

Eröffnung der EU-Kulturhauptstadt Trenčín/Slowakische Spitzenpolitiker abwesend/

Schwerpunkt mit nationalen und lokalen Künstlern und Kulturinitiativen anstelle von internationalen Stars

Von Otmar Lahodynsky

TRENCIN. Mit dem bunten Straßenfest „Manifest Trenčín 2026“ wurde am 14. Februar 2025 die „Europäische Kulturhauptstadt“ in der westslowakischen Stadt Trenčín offiziell eröffnet. Auf dem voll besetzten Friedensplatz (Mierové námestie) traten auf der Open-Air-Bühne vorwiegend slowakische Künstler wie die Popsängerin Jana Kirschner, Folklore-Tanzgruppen und ein Armee-Orchester auf. In der Altstadt boten dutzende Stände Kunsthandwerk und regionale gastronomische Spezialitäten an.

Dazu wurde die ab dem 11. Jahrhundert errichtete Festung auf einem Felsrücken im Stadtzentrum mit einer Licht- und Laserschau präsentiert. An mehreren Plätzen der Stadt gab es Lichtinstallationen im Rahmen des Projekts „Light up the City“ zu sehen. Ausstellungen blieben bis spätabends geöffnet, darunter die Werkschau des slowakischen Künstlers Stano Filko (1937-2015), des bedeutenden Avantgarde-Malers, in der Milos-Alexander-Bazovsky-Galerie. Eine weitere Retrospektive des international einflussreichen Künstlers mit großflächigen Gemälden läuft ab 4. April im Museum der Moderne in Salzburg.

Spitzenpolitiker abwesend

Auf der Burg in Trenčín fand am 14.Februar am Nachmittag vor geladenen Gästen- darunter der Sprecher des slowakischen Parlaments, Richard Raši, und ein hoher Beamter der EU-Kommission, der den verhinderten EU-Kommissar für Kultur, Glenn Micallef, vertrat, die Eröffnungszeremonie statt. Die Abwesenheit von slowakischen Spitzenpolitikern fiel auf, war aber den liberal eingestellten Lokalpolitikern und Organisatoren nicht unangenehm. Denn Premierminister Robert Fico und seine Kulturministerin Martina Šimkovičová attackieren regelmäßig kritische Künstler und Medien. So erklärte der Bürgermeister der 54.000 Einwohner zählenden Stadt, Richard Rybniček, unter großem Beifall in Anspielung auf die amtierende, autoritär eingestellte Regierung der Slowakei: „Wir Slowaken werden niemals zulassen, dass uns das Recht, in Freiheit, Demokratie und Würde zu leben, jemals wieder weggenommen wird.“ „Trenčín wird als Europäische Kulturhauptstadt seine Position als offene, freie, tolerante und moderne Stadt festigen“, so der parteilose, seit 2016 amtierende Rybniček, der an seine Jugend im kommunistischen System hinterm Eisernen Vorhang erinnerte. Gegen das totalitäre System hätten sich damals Künstler wie der Schriftsteller Václav Havel, nach der Wende 1989 Präsident der Tschechoslowakei, mutig aufgelehnt und so auch den Wunsch der Slowaken und Tschechen, Teil des freien Europas zu werden, kundgetan.

„Erwecken der Neugier“ als Festival-Motto

Rybniček mahnte an das Schicksal des Nachbarlandes Ukraine, „dem ein Aggressor sogar das Existenzrecht bestreiten möchte.“ Gemäß dem Festival-Motto „Erwecken der Neugier“ stehe das Voneinander-Lernen durch Dialog im Mittelpunkt. 

Der prominenteste anwesende Politiker, der Sprecher des slowakischen Nationalrats, Richard Raši, der als Bürgermeister von Košice 2013 die erste Kulturhauptstadt der Slowakei leitete, hob die Chance hervor, den Reichtum der slowakischen Kultur europa- und weltweit zu zeigen. Die Kosten dafür seien kein bloßer Ausgabeposten, „sondern eine Investition in unsere Zukunft“.

Der Chef der selbstverwalteten Region Trenčín, Jaroslav Baška, sagte, dass alle Bewohner von der Kulturhauptstadt profitieren würden. „Trenčín 2026 ist auch für den Tourismus, den Bildungssektor und die Zusammenarbeit wichtig.“ Und er erwähnte, dass im Dorf Uhrovec in der Nähe von Trenčín gleich zwei berühmte Slowaken– im 19. und 20. Jahrhundert- sogar im selben Haus wohnten: Der Politiker und Kodifizierer der slowakischen Schriftsprache, Ľudovít Štúr, und der ehemalige KP-Chef der CSSR und Begründer des Prager Frühlings, Alexander Dubček.

Der stellvertretende Generaldirektor für Bildung und Kultur in der EU-Kommission, Normunds Poppens, strich die wachsende Bedeutung der Kultur in der EU-Politik hervor. So sei im Vorjahr erstmals eine Gesamtstrategie für diesen Sektor erarbeitet worden. „Wir müssen unsere europäischen Werte, darunter auch die Kultur mit Achtung der Diversität, entschlossen verteidigen“, so der hohe EU-Beamte aus Lettland. „Kultur ist auch niemals eine Belastung für das Budget, sondern Lösung und Bereicherung für unser Leben.“

Prächtige Synagoge wird renoviert

Das Budget für die Kulturhauptstadt beträgt 25 Millionen Euro, dazu kommen noch Beiträge der EU für die Infrastruktur der Stadt. So wurden Teile der Altstadt und Teile der Burg erneuert. Auch die Renovierung der 1913 eingeweihten Synagoge  im Jugendstil, die in der NS-Zeit nur zum Teil zerstört wurde, wird fortgesetzt, auch mit Mitteln aus Norwegen und Liechtenstein.

„Wir wollen in diesem Jahr einen neuen Blick auf diese alte Stadt ermöglichen, auch wie Künstler uns sehen“, erklärt Martin Mojžiš vom Leitungsteam der Kulturhauptstadt im Gespräch mit der APA. Man habe bewusst auf internationale Stars verzichtet, aber neben slowakischen Künstlern  auch Kulturschaffende aus anderen Ländern eingeladen. So werden derzeit Künstler aus Japan, der Türkei, Spanien und Portugal in Ausstellungen präsentiert.

Das historische Erbe der Stadt mit der imposanten Burganlage, dem Hauptquartier der Infanterie und der ehemaligen Textilindustrie werde in vielen Projekten nachgezeichnet werden, so Mojžiš, aber stets unter Einbeziehung lokaler Initiativen. Ein Modeatelier mit nachhaltiger Ausrichtung wurde soeben eröffnet. Im Bau ist gerade eine neue Fussgängerbrücke über den Fluss Vah (Waag), auf der auch Cafés, Ateliers und Geschäfte Platz finden sollen. Im Oktober ist das „Altofest“-Festival angesetzt. Dabei werden Künstler und Theatermacher in zehn privaten Wohnungen arbeiten und sich dabei auch von Besuchern beobachten lassen. Insgesamt werden bis Ende 2026 mehrere hundert Kulturprojekte in der Region Trencin verwirklicht sein. Neben Trencin ist auch die finnische Stadt Oulu heuer Europäische Kulturhauptstadt.

Infos: www.trencin2026.eu

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AEJ-Austria – Erklärung vom 1.August 2025

Polizeieinsatz Peršmanhof/Kärnten

Europajournalisten fordern umgehende Aufklärung und Konsequenzen

Die „Vereinigung europäischer Journalisten-Association of European Journalists“- Sektion Österreich fordert eine lückenlose Aufklärung des Polizeieinsatzes an der Gedenkstätte Peršmanhof in Kärnten. Für die verantwortlichen Personen sollte es dienstrechtliche Konsequenzen geben. Die jüngsten Aussagen des stv. Polizeichefs von Kärnten, Markus Plazer, im Interview in der ZIB2 des ORF am 30.Juli zeigen, dass dieser völlig überzogene Einsatz mit Polizisten, Hundestaffel, Bezirkshauptmann und einem hohen Beamten des Verfassungsschutzes in Kärnten samt Polizeihubschrauber offenbar schon Tage zuvor geplant war. Ein solches Einschreiten wegen Beschwerden über angebliches Wildcampieren an diesem Ort dient offenbar zur Einschüchterung der slowenischen Minderheit in Kärnten. Er lässt zudem die an einem solchen Ort, wo 1945 SS-Polizisten elf Kärntner Slowenen, darunter sieben Kinder erschossen, gebotene Sensibilität vermissen. Die Vorgangsweise der Sicherheitskräfte war zudem illegal, weil der Einsatzleiter den Grund des Einschreitens nicht auf slowenisch vortrug, also ein Recht der slowenischen Minderheit missachtete.

Mit dem rücksichtslosen Einsatz an der Gedenkstätte von NS-Terror, den Vize-Polizeichef Plazer als „korrekt“ bezeichnete, wurde ein neuer Konflikt in den ohnehin aktuell angespannten Beziehungen Österreichs mit dem Nachbarland Slowenien ausgelöst. AEJ unterstützt die Forderung des slowenischen Botschafters in Österreich, Alexander Geržina, nach einer raschen Aufklärung, wer für den Einsatz verantwortlich ist. Auch dienstrechtliche Konsequenzen sind notwendig. AEJ findet das Schweigen des Innenministers Gerhard Karner für unangebracht.

AEJ-Mitglied und APA-Journalist Stefan Vospernik, dessen Familie 1942 aus Kärnten vertrieben wurde,  sagt zum offenbar von hoher Stelle angeordneten Polizeieinsatz: „Der verstörende Polizeieinsatz am Peršmanhof war ein Angriff auf die Grundfesten unserer demokratischen Republik. Es war eine Demütigung der Nachfahren der Opfer und eine Verletzung des grundlegenden Rechtes eines jeden Menschen – des Rechts auf ein freies, selbstbestimmtes und angstfreies Leben einem sicheren Umfeld. Für mich sind die Vorgänge vom Peršmanhof fast noch schlimmer als der Ortstafelsturm 1972. Damals schauten Polizisten zu, als ein wütender Mob zweisprachige Ortstafeln niederriss. Diesmal waren Polizisten die Akteure. Wo waren 1972 die Anzeigen wegen Anstandsverletzung? Damals ungesühntes Unrecht, heute durchgesetztes Recht. Die Umstände ändern sich, die Leidtragenden nicht.“

 

ORF.at: Epstein-Affäre: Trump reicht Milliarden-Klage gegen Murdoch ein mehr

Salzburger Nachrichten: Förderungen für Qualitäts-Journalismus vergeben  –

auch Online-Medium „Exxpress“ wird gefördert mehr

ORF.at: Amoklauf in Graz: Presserat ruft Medien zu Zurückhaltung auf mehr

 
Europa Forum Wachau: Russlands Bedrohung und Migration Hauptthemen
Juni 2025
 
USA hat Interesse an Europa verloren – Gabriel: EU als „letzter Vegetarier unter Fleischfressern“
 
Am 13.6. hat das 29. „Europa Forum Wachau 2025“ nach dem Ende der Staatstrauer im Stift Göttweig seinen Abschluss mit Beteiligung österreichischer Spitzenpolitiker gefunden. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) empfing die Ministerpräsidenten Bulgariens und Moldaus, Rossen Scheljaskow und Dorin Recean. Israels Angriff auf den Iran überschattete die Gespräche.
Scheljaskow erklärte, er hoffe „nach dem gegenseitigen Schlagabtausch zwischen Israel und dem Iran auf eine rasche Rückkehr zu Dialog und Verhandlungen im Nahen Osten“. Bundeskanzler Stocker forderte ebenfalls eine „Rückkehr zur Diplomatie“ im Nahen Osten. Ein „atomares Wettrüsten“ müsse auf alle Fälle verhindert werden.
 
Stocker: Migration, Wettbewerbsfähigkeit und Frieden als zentrale Herausforderungen
Zur Lage in der EU führte er drei „zentrale Herausforderungen“ an. „Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die Lösung der Migrationsfrage und den Einsatz für Frieden in Europa und in der Welt.“, so Stocker. In der Migration seien viele Impulse von Österreich ausgegangen, so Stocker. Er sei froh, dass Österreich mit der deutschen Regierung in der Migration „an einem Strick ziehen“. Die Auslegung der Menschenrechtskonvention müsse angepasst werden, „ohne die Menschenrechte in Frage zu stellen“, betonte er. Die Wirtschaft Europas schwächle, daher müsse der Binnenmarkt gestärkt und entbürokratisiert werden, so Stocker. Es dürfe nicht das Sprichwort gelten, dass die Produktion nach Asien und die Innovation in die USA ausgelagert würden, und die EU die Regulative behalte.
 
Bulgarischer Premier betont Bedeutung von europäischen Werten
Bulgariens Premier Scheljaskow betonte die Bedeutung der europäischen Werte als Basis für die EU. Bulgarien teile vor allem die Werte von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und die Tugenden des Christentums. Beim Kampf gegen irreguläre Migration habe auch der Beitritt Bulgariens zur Schengenzone, den Österreich lange blockiert hat, für mehr Sicherheit gesorgt. Angesichts der hybriden Bedrohungen Russlands arbeite Bulgarien auch für eine gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Der Premierminister Moldaus, Dorin Recean, bekräftigte die Entschlossenheit, dass sein Land bis zum Ende dieses Jahrzehnts der EU als gleichberechtigtes Mitglied beitreten kann. Russland führe einen hybriden Krieg gegen sein Land und halte einen Teil Moldaus besetzt.
 
Mikl-Leitner: Welt ist aus den Fugen geraten
Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) begann ihre Rede ebenfalls mit aktuellem Bezug: „Der Krieg in der Ukraine, der Amoklauf in Graz. Und heute, die Eskalation zwischen Israel und dem Iran zeigt: Die Welt ist aus den Fugen geraten.“
Den EU-Beitritt Österreichs im Jahr 1995 nannte sie „eine Weichenstellung von historischer Tragweite“. Dies war „mehr als ein wirtschaftlicher Schritt. Es war ein Bekenntnis zur Offenheit. Zur Zukunft. Zur europäischen Idee“, so Mikl-Leitner. „Doch dieses Fundament wird heute auf die Probe gestellt. Der brutale Krieg Russlands gegen die Ukraine hat gezeigt, wie zerbrechlich Frieden ist. Der globale Wettbewerb wird härter – wirtschaftlich, politisch, technologisch. Die illegale Migration stellt uns vor immense Herausforderungen. Und die Klimakrise fragt uns nicht, ob wir bereit sind – sie drängt uns zur Antwort.“ Europa müsse „wettbewerbsfähiger und effizienter“ werden, so Mikl-Leitner, die auch Kohäsionszahlungen für alle Regionen Europas forderte. „Europa muss ein Kontinent bleiben, der produziert. Ein Kontinent der industriellen Produktion. Europa muss nicht der billigste Kontinent sein, aber der beste.“ Die Landeshauptfrau forderte ein Umdenken in der Migrationspolitik, auch durch eine Änderung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK). „Wir müssen endlich dazu in der Lage sein, Migranten abzuschieben – vor allem und vorrangig jene, die schwere Straftaten begangen haben!“
Der neue Präsident des „Europa Forums Wachau“, der frühere Diplomat Michael Linhart, erklärte, dass „Europa geopolitisch eine aktive Rolle einnehmen und nicht passiv daran teilnehmen muss“.
 
Gabriel: Europa hat geopolitisch nichts zu bieten: „Letzter Vegetarier unter Fleischfressern“
Der frühere deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) betonte, dass die Nachkriegsordnung endgültig beendet sei. Die USA würden die internationalen Organisationen zunehmend meiden und sich auf bilaterale Beziehungen konzentrieren. „Geopolitisch hat Europa nichts zu bieten, als letzter Vegetarier unter Fleischfressern“, spottete Gabriel. Er kritisierte, dass in der EU – vor allem in Deutschland und in Österreich – das Handelsabkommen TTIP mit den USA abgelehnt worden sei.
Europa müsse sich jetzt neu aufstellen, auch um machtpolitisch eine Rolle zu spielen und sich wenigstens selber zu verteidigen. Österreichs Neutralität sei durch Artikel 42 eingeschränkt. Auch Deutschland werde mindestens zehn Jahre brauchen, um wieder eine funktionierende Territorialarmee zu haben, so Gabriel. Eine „Koalition der Willigen“ – Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Kanada – sei im Bereich der Verteidigung zusammen mit allen NATO-Mitgliedern wichtig. Gabriel erinnerte an den Mut der Gründungsväter der Europäischen Union. In nicht einmal einer Generation sei Europa aus Krieg und Völkermord zu Partnerschaft und Frieden gelangt. Daher müssten auch jetzt liberale Demokratien zusammenhalten und für die Zukunft Europas kooperieren.
Zum Krieg in der Ukraine erklärte Gabriel, dass nur Russland einen Friedensvertrag mit ständig neuen Bombardements verhindere. „Russland will mit militärischer Macht Grenzen verändern.“ Das sei der völlige Bruch der durch den KSZE-Vertrag 1975 geschaffenen Friedensordnung. Quelle: APA
Von Otmar Lahodynsky 
 

Pfingst-Dialog im steirischen Schloss Seggau: „Großangriff auf unabhängigen Journalismus“

Juni 2025 

Beim 20. Pfingstdialog „Geist&Gegenwart“ im südsteirischen Schloss Seggau stand das Thema „Herausforderung Europa“ in Fragen der Sicherheit und Verteidigung im Mittelpunkt. Der australische Historiker Christopher Clark kritisierte in seinem Vortrag US-Präsident Donald Trump in scharfen Worten: „Trump hat die Diplomatie durch deals ersetzt, Er geht gegen Gegner mit illegalen Methoden vor, indem er etwa die Steuerbehörde auf sie hetzt und sich auch nicht davor scheut, von Unternehmen und ausländischen Machthabern Geschenke anzunehmen.“ Trumps Familie habe so seit Amtsantritt bereits Zuwendungen in der Höhe von mehr als zwei Milliarden US-Dollar kassiert.

Historiker Clark: „Synergie Trump – Putin große Gefahr  für Sicherheit der EU“

Für die Sicherheit der EU stelle die „Synergie zwischen Trump und (Kreml-Chef)-Putin eine große Gefahr dar. Der Westen habe viel zu lange an Moskau unterschiedliche Signale ausgesandt, etwa 2014 nach der Annexion der Krim durch Russland. „Das kam einer Ermutigung Russlands zum Angriffskrieg auf die Ukraine gleich“, so Clark, der mit seinem Buch über die Wurzeln des Ersten Weltkriegs („Die Schlafwandler“) berühmt wurde.

Pörkensen:  „Großangriff der Tech-Milliardäre auf unabhängigen Journalismus“

Der deutsche Medientheoretiker Bernhard Pörksen von der Universität Tübingen stellte eine „Refeudalisierung der Öffentlichkeit“ durch US-amerikanische digitale Tech-Oligarchen fest. Diese führten gerade einen „Großangriff auf den unabhängigen Journalismus“ durch. In den sozialen Medien seien „Fakten-Check“-Programme als Zensur eingestellt worden. Fake-News und Hassparolen hätten seither stark zugenommen, Inhalte seriöser Medien seien verdrängt worden. Aber so wie der Mensch „sauberes Wasser“ benötige, würde die Gesellschaft „saubere Informationen“ brauchen.

Dazu forderte Pörksen eine „Bildunganstrengung“ mit einem neuen Schulfach zur Medienkompetenz. Auf EU-Ebene müsse es eine „behutsame Regulierung gegen verbale Gewalt und Desinformation“ geben. Der „Digital Services Act“ sei grundsätzlich positiv, reiche aber als Waffe gegen zunehmende Desinformation sozialer Medien nicht mehr aus.

Petritsch: „EU notfalls allein wehrfähig machen“

Der österreichische Spitzen-Diplomat Wolfgang Petritsch, Präsident der „Marshallplan-Jubiiäumsstiftung“ forderte von EU-Politikern, im Falle einer Auflösung der bisherigen Nato die EU allein „wehrfähig“ zu machen. Aber trotz aller notwendigen Investitionen in die Rüstung dürfe das „soziale Europa“ nicht vergessen werden, da sonst die EU bei ihren Bürgern an Glaubwürdigkeit verlieren werde, so der frühere Sekretär von Bundeskanzler Bruno Kreisky. Als Österreicher geniere er sich, dass Putins Staatsbesuch 2014 in Österreich „keinen Skandal“ ausgelöst habe. Jetzt sollte in Österreich eine ernsthafte Debatte über die künftige Sicherheitspolitik geführt werden, wobei „die Reizwörter Neutralität und Nato-Beitritt“ ausgeklammert bleiben müssten. Die Neutralität sei schon mit dem EU-Beitritt 1995 „stark eingeschränkt“ worden, so Petritsch, der in diesem Zusammenhang von einem „Schlawiener-Pragmatismus“ sprach.

Petritsch kritisierte, dass im österreichischen Außenministerium „seit Jahrzehnten“ kein Dialog mit Experten über Sicherheitspolitik stattfinde. Im Verteidigungsministerium habe er „viel mehr Expertise“ dazu vorgefunden.

Rüstung: Zu wenig Kooperation

Der Generalsekretär im Verteidigungsministerium. Arnold Kammel, beklagte, dass EU-Armeen noch immer zu wenig bei der Rüstungsbeschaffung kooperieren würden. Große Defizite gebe es vor allem im High Tech-Sektor mit Künstlicher Intelligenz, wo man weiter von den USA abhängig sei. Auch mit der Wehrbereitschaft sei es in Österreich sehr schlecht bestellt. Laut einer neuen Umfrage seien derzeit nur 14 Prozent der Österreicher bereit, ihr Land auch selber mit Waffen zu verteidigen.  Quelle: APA

Von Otmar Lahodynsky

ORF.at: Österreich: Im Pressefreiheits-Index verbessert sich Österreich um zehn Plätze mehr

Tag der Pressefreiheit am 3.Mai 2025

Die Presse: „Großangriffe auf Medien nehmen zu“ (Kommentar von Otmar Lahodynsky, Ehrenpräsident von AEJ International) mehr

Türkische Allgemeine:  Schwedischer Journalist wegen „Beleidigung des Präsidenten“ verhaftet mehr

ORF.at: USA/Prag: US-Behörde erklärt: Vorerst keine Kürzungen bei US-Sender Radio Free Europe  mehr

ORF.at:  Nach Protesten – Türkei geht gegen Medien vor mehr

Standard: Österreich und weitere EU-Staaten für EU-Finanzierung von US-Auslandssendern mehr

Euronews: Europäische Union: Rechtsstaatlichkeit in Gefahr: In diesen EU-Ländern hat sich die Lage verschlechtert – Italien, Slowakei, Rumänien, Ungarn mehr

Salzburger Nachrichten: USA/Prag: US-Auslandssender Radio Free Europe vor dem Aus – wegen Kürzungen der Trump-Regierung mehr

Concordia: Österreich: Presseclub Concordia und Datum Stiftung für Journalismus und Demokratie präsentieren ihren neuen „Klagsfonds“, der Journalistinnen und Journalisten gegen Einschüchterungsklagen (Slapp-Klagen) schützen soll mehr

ORF.at: Trumps Kreuzzug gegen etablierte Medien geht weiter mehr

ORF.at: USA: Amazon-Gründer Jeff Bezos mischt sich bei „Washington Post“ ein: „Gegensätzliche Standpunkte überlassen wir der Veröffentlichung durch andere“ mehr

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AEJ Austria besorgt über diese Entwicklung mehr

ORF.at: Ungarns Richter demonstrieren für den Rechtsstaat mehr

Standard: Slowakische Proteste gegen die „Abenddämmerung der Demokratie“ mehr

Die Presse: US-Botschaften müssen ihre Zeitungs-Abos kündigen, u.a. von Qualitätsmedien wie New York Times, Economist, Associated Press. Auch die US-Botschaft in Wien betroffen mehr

ORF.at: Fake Videos zu Briefwahl in Deutschland. Russische Kampagne vermutet mehr

Standard: „Feinde des Volkes“ – Trump setzt Medien unter Druck mehr

ORF.at: Weißes Haus erschwert Zugang für „Associated Press“ – Kritik aus Europa mehr

Salzburger Nachrichten: Eurobarometer: Drei Viertel der jungen Europäer informieren sich über Soziale Medien – in Österreich 80 % überzeugt, mit Fake News konfrontiert zu werden mehr

Standard: Internationale Pressestimmen zum Platzen der Koalitionsgespräche FPÖ – ÖVP: Kickl „im Abseits“ –  mit „erschreckenden inhaltlichen Forderungen“ mehr  

Standard: „Wichtige Lektion: Was die FPÖ verhindern will“ (Kommentar von Ingrid Brodnig) mehr

ORF.at: Türkei: Verhaftungen erhöhen Druck auf Opposition mehr

Tagesschau: Iranische Journalistinnen begnadigt: Sie berichteten als Erste über den Tod der Kurdin Amini mehr

ZDF: Kosovo-Wahl: Partei von Premier Kurti wieder stärkste Kraft, aber absolute Mehrheit verloren mehr

10.Februar 2025: Stellungnahme zum Verhandlungs-Protokoll von FPÖ und ÖVP für eine Koalition (Medien-Kapitel) vom „Presseclub Concordia“ / AEJ Österreich unterstützt dieses Statement mehr

(Englische Fassung siehe AEJ International)

ORF.at: Über 100 Milliarden Euro: Frankreich will KI-Großmacht werden mehr

            Kurier:  Pariser Gipfel: Wie wir die KI-Wende schaffen können (GASTKOMMENTAR von Matthieu

                        Peyraud, französischer Botschafter in Österreich) 

BR24: Rumäniens Präsident Iohannis erklärt seinen Rücktritt mehr

Tagesschau: Massenproteste in der Slowakei gegen pro-russischen Kurs von Premier Fico mehr

Standard: Ungarischer Premier Orban sagt NGOs den Kampf an mehr

Die Presse:  „Die EU ist keine Verhandlungsmasse“ (Gastkommentar des Präsidenten der Industriellen-Vereinigung Wien, Christian C.Pochtler) mehr

Salzburger Nachrichten: Medienforscher zu Elon Musk: „Re-Feudalisierung der öffentlichen Welt“ mehr

Standard: Rundfunkreformen in Ungarn, Slowenien und Slowakei – begleitet von Protesten mehr

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Tagesschau: Slowakische Regierung will öffentlich-rechtlichen Rundfunk RVTS auflösen – heftige Kritik 

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EU-Kultursalon:  Kroatiens Geschichte und Zukunft inmitten von Europa – Diskussion im EU-Haus in Wien am 29.Jänner 2024

Bericht von Thomas Schmidt, APA

Fotos: EU-Kommission.

Kroatiens Rolle als Vorreiter der EU-Erweiterung und der europäischen Integration ist bei einer Diskussion im Haus der Europäischen Union gewürdigt worden. „Wir sind ein sehr ehrgeiziges Land“, sagte die kroatische Spitzendiplomatin, Dubravka Kobas Lucic, anlässlich der Präsentation des Buchs „Kroatiens Heimkehr nach Europa“ des langjährigen Europa-Journalisten Otmar Lahodynsky. Als einer von 16 Staaten gehöre Kroatien zu EU, NATO, Euro- und Schengenraum.

 
 
Der ehemalige EU-Agrarkommissar und spätere Berater der kroatischen Regierung, Franz Fischler, attestierte der kroatischen Diplomatie, über „ausgezeichnete Verhandler“ für den EU-Beitritt verfügt zu haben. Er hätte sich dies auch für Polen gewünscht, „dann wäre es schneller gegangen“, sagte Fischler. Dabei habe Kroatien vor dem EU-Beitritt eine der höchsten Subventionsraten in Europa gehabt.
 
Der ehemalige Kroatien-Berichterstatter des Europaparlaments, Hannes Swoboda (SPÖ), sagte, Kroatien habe das Ziel des EU-Beitritts über alle Parteigrenzen verfolgt, alle Kräfte des Landes hätten an einem Strang gezogen. Dies sei in anderen Staaten am Balkan nicht der Fall, „deshalb geht auch nicht viel weiter“.
 
 
Das Tempo der EU-Erweiterung und hänge auch von der politischen Konstellation und von Personen ab, sagte der Leiter der EU-Kommissionsvertretung Martin Selmayr. Im Falle Kroatiens seien alle Politiker auf einem permanenten Lobbying-Kurs für den EU-Beitritt gewesen. Als Quintessenz zeige sich, dass die Vergangenheit bewältigt werden müsse, etwa in Hinblick auf Kriegsverbrechen, und Territorialkonflikte wie zwischen Kroatien und Slowenien gelöst werden müssten. Reformen müssten irreversibel sein.
 
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Edith Mock, die Witwe des verstorbenen Ex-Außenministers Alois Mock (ÖVP) stellte aus dem Publikum klar, dass ihr Mann keinen Alleingang Österreichs bei der Anerkennung Kroatiens angestrebt habe. „Einen Alleingang wollte er keinen“, bestätigte auch der damalige Landwirtschaftsminister Fischler. Von der Zielsetzung habe es in dieser Frage keine gravierenden Unterschiede zwischen Mock und dem damaligen Bundeskanzler Franz Vranitzky (SPÖ) gegeben, die Hauptauseinandersetzung habe bezüglich der Geschwindigkeit der Anerkennung bestanden.
 
 
 
Der kroatische Ex-Außenminister Mate Granic warnte vor dem Einfluss Russlands auf dem Balkan. Außerdem würden die Kreml-freundliche Politik Ungarns und die illegale Migration die Situation in Südosteuropa enorm destabilisieren, sagte er. Kroatien trat 2013 als damals 28. Mitgliedstaat der EU bei, seit 2009 ist das Land Mitglied in der NATO. Im Vorjahr erfolgte Kroatiens Beitritt zur Schengen- und Eurozone.
 
Buch-Rezension
 

„Kroatiens Heimkehr nach Europa“: Neues Buch beleuchtet Weg in die EU

Otmar Lahodynsky zeichnet die Stationen von der Unabhängigkeit bis heute nach – Mit zahlreichen Zeitzeugen

Auf eine zeitgeschichtliche Spurensuche über Kroatien hat sich Otmar Lahodynsky, langjähriger „profil“-Redakteur und Ehrenpräsident der Vereinigung der Europa-Journalisten (AEJ), gemacht. Anhand von Akten aus dem Staatsarchiv zeichnet er in seinem Buch „Kroatiens Heimkehr nach Europa“ den Weg von der Unabhängigkeit bis zum EU-Beitritt mit zahlreichen Anekdoten nach. Zu Wort kommen politische Zeitzeugen der ersten Stunde bis zum unlängst erfolgten Schengen- und Euro-Beitritt.

Weite Strecken sind der Frage der Anerkennung Kroatiens nach dem Zerfall Jugoslawiens gewidmet. Der damalige Außenminister Alois Mock (ÖVP) rief die Europäische Gemeinschaft (EG) bereits frühzeitig zum Eingreifen auf, was auf Kritik stieß. Demgegenüber überwogen in der SPÖ die Argumente für eine Beibehaltung Jugoslawiens, Bundeskanzler Franz Vranitzky (SPÖ) wandte sich zunächst gegen eine Anerkennung Sloweniens und Kroatiens. „Ich vertrat die Auffassung, dass ein Alleingang Österreichs nichts bringt und uns womöglich niemand nachreitet“, schildert der Ex-Kanzler in dem Buch.

In der EG waren vor allem Frankreich und Großbritannien für die Erhaltung Jugoslawiens. Erst der Fall Vukovars und Kriegsverbrechen der jugoslawischen Armee an Zivilisten brachten den Umschwung. Bei einem Außenministerrat am 16./17. Dezember 1991 überzeugte Deutschlands Außenminister Hans-Dietrich Genscher mit Unterstützung von Bundeskanzler Helmut Kohl die EG-Außenminister, Kroatien und Slowenien innerhalb eines Monats anzuerkennen. Österreich legte zeitgleich denselben Termin fest: Am 15. Jänner 1992 folgte die Anerkennung Kroatiens und Sloweniens gemeinsam mit der EG.

Der kroatische Ex-Außenminister Mate Granić erinnert sich in dem Buch Lahodynskys, dass ihm die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher später gesagt habe: „Wenn ich und (der frühere US-Präsident, Anm.) Ronald Reagan 1991 an der Macht gewesen wären, hätten wir Milosević und Belgrad sofort bombardiert, und es hätte keinen Krieg gegeben.“ Leider habe die Europäische Union lange auf Milosevic gesetzt und völlig falsche Einschätzungen vorgenommen.

Die österreichische Politik wurde dagegen von Frankreich harsch kritisiert. „Der Europarats-Direktor im französischen Außenministerium, Jacques Blot, hält Österreich in hohem Maße dafür verantwortlich, dass es zum Krieg in Jugoslawien gekommen ist“, geht aus einer „Notiz“ des damaligen Gesandten und späteren Generalsekretärs im Außenministerium, Albert Rohan, vom Juli 1992 hervor. Insbesondere der österreichische Außenminister habe die Auflösung Jugoslawiens „encouragiert“. Trotz ihrer Brisanz wurde die Notiz nie weitergeleitet. „Vielleicht wollte Rohan Außenminister Mock, der ja eine besondere persönliche Beziehung mit Frankreich pflegte, nicht unnötig verärgern“, die Anerkennung der EG-Staaten war ja bereits vollzogen, mutmaßt der Autor.

Erwartungsgemäß verurteilte Belgrad die Anerkennung der ehemaligen Teilrepubliken. Bitter beklagte Belgrad aber auch, dass Österreich ein Militärflugzeug der jugoslawischen Luftwaffe vom Typ MIG21, mit dem ein fahnenflüchtiger Pilot in Österreich gelandet war, nicht zurückgab. „Wir verwiesen auf unser Gesetz, wonach Rüstungsexporte in Kriegsgebiete verboten sind“, erläutert der damalige Verteidigungsminister Werner Fasslabend. Serbische Tageszeitungen spekulierten sogar, dass aus Österreich Waffenlieferungen an Kroatien erfolgt seien und in Tirol muslimische „Terroristen“ ausgebildet würden – was von Außen- und Innenministerium in Wien dementiert wurde.

Weniger anekdotenreich, aber mit viel Expertise wird in dem Buch der anschließende mühsame Weg Kroatiens in die Europäische Union dargestellt. Hindernisse waren unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Haager Tribunal und der Grenzstreit mit Slowenien. „Leider hat Kroatien einen sehr viel schwierigeren Weg zurückgelegt als andere Mitgliedstaaten der Europäischen Union“, resümiert Granić. Den Antrag auf Mitgliedschaft hatte Zagreb bereits im Februar 2003 gestellt. Die Verhandlungen begannen aber erst 2005, nachdem Chefanklägerin Carla del Ponte die volle Kooperation mit dem Haager Tribunal bestätigt hatte.

Erstmals musste sich ein Beitrittsland in den Verhandlungen dem Kapitel „Justiz und Grundrechte stellen“, anders als im Fall von Bulgarien und Rumänien war dafür für Kroatien nach dem Beitritt kein Justiz-Monitoring vorgesehen. Hatte die Regierung den Beitritt schon rund um das Jahr 2007 erwartet, so dauerte es doch bis zum 1. Juli 2013, bis Kroatien als 28. Mitglied der Europäischen Union beitrat. Mitglied der NATO wurde das Land viel schneller, nämlich bereits 2009.

Zehn Jahre nach dem EU-Beitritt wurde für Kroatien ein neues Kapitel der europäischen Integration aufgeschlagen: Das Land wurde am 1. Jänner 2023 Mitglied der Schengen- und der Euro-Zone. Kroatien sei „damit in den innersten Kreis der EU vorgerückt“, schreibt Lahodynsky. „Heute sind wir keine Ausländer mehr, wir sind zu Hause“, fasst es der amtierende Außenminister Gordan Grlić Radman zusammen.

Lahodynsky zeigt sich als Freund Kroatiens und seiner Menschen, der das Land immer wieder bereist hat. Er spart aber auch die kritischen Aspekte nicht aus. So wird etwa der Nationalismus des ersten Staatspräsidenten Franjo Tudjman ebenso angesprochen wie hochrangige Korruptionsfälle (z.B. die Patria-Affäre und der Fall von Ex-Ministerpräsident Ivo Sanader) sowie nach wie vor bestehende Wirtschaftsprobleme, etwa die hohe Abhängigkeit vom Tourismus.

Viel erfährt der Leser auch über die besonders engen österreichisch-kroatischen Beziehungen: Etwa über die Bedeutung der „Österreichisch-Kroatischen Gesellschaft“ als Bindeglied zwischen Wien und Zagreb. Oder dass schon kurz nach Erlangen der staatlichen Eigenständigkeit im Zentrum der kroatischen Hauptstadt eine „Straße der Republik Österreich“ neu benannt wurde – eine besondere Auszeichnung, weil andere befreundete Staaten nach ihnen benannte Straßen nur in den Außenbezirken Zagrebs bekommen hatten.

Von Thomas Schmidt, APA
 
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AEJ-Tagung in Albanien: Westbalkan, Kosovo und Ukraine im Fokus (Bericht von Otmar Lahodynsky)

Medienfreiheit weiter unter Druck

Ehemaliger Duma-Abgeordneter: „Ohne Putins Absetzung kein Frieden in der Ukraine“

Die EU-Erweiterung am Westbalkan, die Lage im Kosovo und der Krieg in der Ukraine sind am Wochenende im Mittelpunkt des Jahreskongresses der Vereinigung der Europajournalistinnen und -journalisten (Association of European Journalists/AEJ) in der südalbanischen Stadt Vlora gestanden. Zudem wurde beim international besetzten AEJ-Kongress in Albanien auch die Frage der Trennung zwischen Journalismus und Politik debattiert. Die Medienfreiheit sei weiter unter Druck, so ein Fazit.

   „Die EU hat sich gegenüber Albanien ein wenig verrückt verhalten. Zuerst mussten wir sechs Jahre auf den Beginn der Verhandlungen warten. Dann wurden uns jedes Jahr neue Bedingungen vorgelegt, was wir zuvor noch an neuen Reformen erledigen müssten“, klagte Ervin Demo, sozialdemokratischer Bürgermeister der Stadt Fier. „Wir brauchen ein deutliches Signal von der EU, dass sie den Westbalkan wirklich ernst nimmt.“

   EU-Kommissar Johannes Hahn (ÖVP) nannte in einer Videobotschaft den neuen „strategischen Wachstumsplan“ der EU-Kommission als wichtigen Beitrag für den Westbalkan. In Bereichen wie Straßenverkehr oder Energie könnten sich Unternehmen der Westbalkanstaaten schon jetzt am Binnenmarkt beteiligen.

   Die Balkan-Korrespondentin der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“, Adelheid Wölfl, verwies auf den wachsenden Einfluss Russlands in den Balkanstaaten. „Viele dachten, dass der Krieg in der Ukraine die fragwürdige Politik des Appeasements durch die EU und die USA beenden wird. Das Gegenteil war der Fall.“ So wurden autokratische Kräfte rund um den serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic noch weiter gestärkt. Dieser trage die Sanktionen des Westens gegen Russland nicht mit, werde aber weiter von EU-Regierungen hofiert, so Wölfl. Die Position der EU zum Kosovo sei auch dadurch geschwächt, dass fünf EU-Staaten noch immer nicht die junge Republik Kosovo anerkannt hätten. Der Kreml versuche auch, den Staat Bosnien-Herzegowina zu destabilisieren.

   Kati Schneeberger vom Verein „Kosovo goes Europe“ verwies auf die Taktik des serbischen Präsidenten Vucic, mit der Forderung eines serbischen Gemeindeverbands (ASM) in der mehrheitlich von Serben bewohnten Region im Norden des Kosovo, den kosovarischen Ministerpräsidenten Albin Kurti weiter unter Druck zu setzen. „Vucic hat diese Woche wieder betont, dass er Kosovo niemals als unabhängigen Staat anerkennen werde. Aber gleichzeitig besteht er auf diesen Verband serbischer Gemeinden (ASM), der aber von immer mehr Serben im Kosovo abgelehnt wird.“

   Die EU habe im vergangenen Mai nach den Unruhen nur gegen die Regierung Kurtis Sanktionen verhängt, nicht gegen Vucic. Serbische Paramilitärs, die zuletzt am 24. September einen Terroranschlag in Banjska verübten, würden Serben, die ihre Zukunft in der Republik Kosovo sehen, einschüchtern. „So kriegen abtrünnige Beamte kein Gehalt aus Belgrad und Unternehmer keine Aufträge mehr“ (Schneeberger)

   Als Gast aus der Ukraine berichtete Ilya Ponomarew, einziger Abgeordneter der russischen Duma, der 2014 gegen die Annexion der Krim gestimmt hat, über den wenig bekannten Widerstand von Russen gegen Putin. Bereits drei Regimenter aus russischen Soldaten kämpften aufseiten der ukrainischen Armee gegen die russischen Besatzer. Und eine eigene Widerstandsgruppe in Russland führt Sabotageaktionen und Attacken auf militärische Einrichtungen durch.

   Ponomarew hat ein Schattenparlament aus abgesetzten Duma-Abgeordneten mitbegründet, das über 100 Personen umfasst und auch Gesetze für Russland verabschiedet, so etwa über Medienfreiheit und eine neue Wahlordnung. Es gibt Komitees und Ausschüsse wie in einem normalen Parlament, nur dass es im Ausland tagt. „Putin muss mit Gewalt abgesetzt werden, sonst wird dieser Krieg weiter andauern“, so Ponomarew im Gespräch mit der APA.

   Dabei setzen er und seine Freunde auf die russische Elite, die noch von Putins Macht profitiere. „Erst wenn diese wirklich viel Geld verlieren, könnten sie sich auch gegen Putin wenden.“ Der Westen habe viele Fehler gemacht. So wären westliche Firmen in Russland – von Ikea bis McDonalds – zu Dumpingpreisen an Putins Oligarchen verkauft worden.

   Teile der US-Regierung und viele EU-Politiker hätten immer noch die Hoffnung auf einen Waffenstillstand in der Ukraine. Aber solange Putin an der Macht bleibe, würden Friedensverhandlungen keinen Sinn haben, weil sie nur Putins Ziel, zumindest Teile der Ukraine dauerhaft an Russland anzuschließen, unterstützen würden.

   Österreich sei inzwischen „zu Putins wichtigstem Verbündeten in der EU“ geworden. „Vom Gasliefervertrag mit Gazprom über die geplante Breitspurverbindung der Eisenbahn bis zum Freundschaftsvertrag der FPÖ mit Putins Partei ‚Einiges Russland‘ – überall hat Putin seine Finger drin. Und Wien ist noch immer ein Hauptzentrum für russische Spionage“, so Ponomarew.

   Ponomarew betreibt auf YouTube einen russischsprachigen TV-Sender, der Russen über den Krieg in der Ukraine informiert. Etwa 20 Prozent der Russen würden regelmäßig alternative Medien konsultieren.

   Auch die Frage der Trennung zwischen Journalismus und Politik wurde beim AEJ-Kongress in Vlora debattiert. In Bulgarien wurde der Chef des größten privaten bulgarischen TV-Senders in Bulgarien, BTV, knapp vor den Gemeindewahlen an diesem Sonntag zum Kandidaten für das Bürgermeisteramt in der Hauptstadt Sofia aufgestellt, und zwar von der abgewählten Partei Gerb von Bojko Borissow. Für Irina Nedeva, Chefin der bulgarischen Sektion von AEJ, „eine problematische Kandidatur“.

   In Rumänien wurde vor kurzem der Chefredakteur einer Sportzeitung gefeuert, weil er sich geweigert haben soll, positiv über Sportwetten-Büros zu berichten. Die Zeitung gehört zum Schweizer Ringier-Verlag.

 In Albanien wurde ein prominenter Journalist, der von einem Geschäftsmann bestochen wurde, durch eine versteckte Videoaufnahme überführt. „Wir haben viel an Vertrauen in der albanischen Bevölkerung verloren. Wir brauchen Regelungen für die Ethik unseres Berufs“, sagte Arber Hitaj, Chef der albanischen Sektion von AEJ, der jüngsten von insgesamt 15 in Europa. „60 Prozent der privaten TV-Sender erhalten Geld von den Gemeinden oder politischen Einrichtungen“, so (Hitaj). Albanien hat mit 2,8 Millionen Einwohnern 67 TV-Sender, was sicher zu viele seien. Und für soziale Medien fehlen überhaupt noch jegliche Regelungen. So sei es um Medienfreiheit vielerorten nicht gut bestellt, lautete eine Conclusio des AEJ-Kongresses.

Quelle: APA / AEJ International 

AEJ-Kongress in Albanien: Pressefreiheit in Not

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Die Einschränkungen der Medienfreiheit nehmen europaweit zu. Diese Bilanz zogen Mitglieder der AEJ, des Europäischen Journalistenverbandes, bei ihrem Jahreskongress in der südalbanischen Stadt Vlora am vergangenen Wochenende.

Nicht nur in Ungarn oder Polen werden zunehmende Probleme auf dem Mediensektor registriert, sondern gerade auch in Ländern des Balkans. Dort sorgen die Finanzierung der Medien durch politische Parteien und regierungsfreundliche Unternehmen, die einseitige Inseratenvergabe – ähnlich wie in Österreich unter dem früheren Bundeskanzler Sebastian Kurz – und allgemein die mangelnde Trennung zwischen Journalismus und Politik für Konflikte.

In Bulgarien wurde der Chef des größten privaten bulgarischen TV-Senders in Bulgarien BTV knapp vor den Gemeindewahlen überraschend zum Kandidaten für das Bürgermeisteramt in der Hauptstadt Sofia aufgestellt. Für Irina Nedeva, Chefin der bulgarischen Sektion von AEJ, „eine problematische Kandidatur“.

In Rumänien wurde vor kurzem der Chefredakteur einer Sportzeitung gefeuert, weil er sich geweigert hatte, positiv über die Geschäfte der Sportwetten- und Glückspielfirmen zu berichten. Die Zeitung gehört zum Schweizer Ringier-Verlag.

In Albanien wurde ein prominenter Journalist, der von einem Geschäftsmann bestochen wurde, durch eine versteckte Videoaufnahme überführt. „Wir haben viel an Vertrauen in der albanischen Bevölkerung verloren. Wir brauchen Regelungen für die Ethik unseres Berufs“, sagt Arber Hitaj, Chef der albanischen Sektion von AEJ, der jüngsten von insgesamt 15 in Europa: „60 Prozent der privaten TV-Sender erhalten Geld von den Gemeinden oder politischen Einrichtungen”. Albanien verfüge mit 2,8 Millionen Einwohnern über 67 TV-Sender, was „sicher zu viele” seien, so Hitaj. Und für soziale Medien fehle in Albanien überhaupt noch jegliche Regelung.

Eine deutliche Steigerung registriert die AEJ auch bei sogenannten „SLAPP-Verfahren registriert („Strategic lawsuits against public participation“). Diese Einschüchterungsklagen werden von Politikern und Unternehmen gegen investigative Journalisten eingebracht, wobei allein die hohe Klagssumme abschreckend wirken soll. Die vor fünf Jahren auf Malta durch eine Autobombe ermordete Journalistin Daphne Caruana Galicia hatte über 40 solche Verfahren am Hals.

Die EU-Kommission hat gegen diese Klagen eine neue Richtlinie vorgeschlagen, die noch in diesem Monat vom Europäischen Parlament und dem EU-Rat verabschiedet werden soll. Die zuständige EU-Kommissarin Vera Jourova hat in einer Videobotschaft zum AEJ-Kongress diese Richtlinie für grenzüberschreitende Fälle als ersten Schritt gegen SLAPP-Klagen, die EU-weit schon einige hundert Fälle pro Jahr ausmachen, bezeichnet. Auch in Östrerreich gibt es SLAPP-Fälle, etwa die Klage des OMV-Konzerns gegen die Plattform „Dossier“ und zuletzt von der FPÖ gegen das Satire-Magazin „Die Tagespresse“.

AEJ-Präsidentin Saia Tasaousidou aus Griechenland hat die Verteidigung der Medienfreiheit als Hauptaufgabe ihrer Vereinigung, die ich von 2014 bis 2021 geleitet habe, angeführt. „Die Demokratie benötigt freie Medien, die über Missstände ohne Angst vor strafrechtlicher oder anderer Verfolgung berichten müssen.“

Die Balkan-Korrespondentin der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“, Adelheid Wölfl, verweist auf den wachsenden Einfluss Russlands in den Balkanstaaten. „Viele dachten, dass der Krieg in der Ukraine die fragwürdige Politik des Appeasements durch die EU und die USA beenden wird, das Gegenteil war der Fall“, sagt sie. So wurden ihrer Ansicht nach autokratische Kräfte rund um den serbischen Präsidenten Aleksander Vucic noch weiter gestärkt. Dieser trage die Sanktionen des Westens gegen Russland nicht mit, werde aber weiter von EU-Regierungen hofiert, so Wölfl. Die Position der EU zum Kosovo sei auch dadurch geschwächt, indem fünf EU-Staaten noch immer nicht die junge Republik Kosovo anerkannt hätten. Der Kreml versuche auch, den Staat Bosnien-Herzegowina zu destabilisieren. +++

Standard: EU-Journalistenpreis für Recherchen über Schiffsunglück im MIttelmeer mehr

Salzburger Nachrichten:  Nahost-Konflikt: Facebook-Konzern verschärft die Kontrolle von Inhalten mehr

Tagesschau: Nahost-Konflikt: EU ermittelt gegen „X“ wegen Falschinformationen mehr

Standard: Höchstgericht erklärt Besetzung der ORF-Gremien für teils verfassungswidrig mehr

Standard:  Große Mehrheit im EU-Parlament für EU-Medienfreiheitsgesetz mehr

Standard:  FPÖ-Security zerrt ORF-Satiriker Kickl im Schwitzkasten weg von Kickl – Präsident von „Reporter ohne Grenzen“ fordert Konsequenzen  mehr

AEJ Austria:  Die Vereinigung Europäischer Journalist/inn/en zeigt sich „erschüttert, dass so ein Vorfall in Österreich im Jahr 2023 passieren kann. Es handelt sich um einen nicht tolerierbaren Angriff auf die Medienfreiheit“, so die Stellungnahme der Österreich-Sektion.

Standard:  Nobelpreisträger: Journalist Dmitri Muratow ficht Einstufung als „ausländischer Agent“ an – Kreml-Kritiker reicht Klage ein mehr

Ende der gedruckten Ausgabe der „Wiener Zeitung“:

Kommentar von Otmar Lahodynsky: „Eine Schande für die Bundesregierung“  mehr

Fall Miklautz:

Die Presse: Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Journalisten Miklautz ein mehr

Salzburger Nachrichten:  Heftige Kritik an Ermittlungen gegen Kärntner Journalisten mehr

            ORF.at:  Justizministerin Zadic ordert Bericht der Staatsanwaltschaft mehr  

            AEJ schließt sich den Protesten an  – Kommentar von Otmar Lahodynsky

„Der Fall Franz Miklautz ist ein gefährlicher Anschlag auf die Pressefreiheit in Österreich. Ein Journalist, der
Missstände im Magistrat Klagenfurt aufgedeckt hat, wird von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt an seiner Arbeit behindert und man beschlagnahmt seinen Computer und sein Handy.
„Beitragstäterschaft“ zum Verrat von Amtsgeheimnissen, wie ihm vorgeworfen wird, ist obendrein nach Ansicht von Spitzenjuristen nicht haltbar. Journalisten haben genau die Aufgabe, Missstände aufzudecken, auch wenn sie dabei interne Dokumente, die ihnen von Informanten zugesteckt worden sind, veröffentlichen. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, über Spitzengehälter und seltsam hohe Zulagen leitender Beamter im Klagenfurter Ratshaus (Foto), informiert zu werden. Journalisten werden außerdem bei ihrer Arbeit durch das Redaktionsgeheimnis geschützt, das jetzt durch die Beschlagnahme von Computer und Mobiltelefon grob verletzt wurde. Österreich ist obendrein eines der letzten EU-Länder, in dem das Amtsgeheimnis noch in der Verfassung steht. 
Justizministerin Alma Zadic sollte unbedingt rasch ihre Staatsanwälte belehren.
Die Vorgangweise erinnert zudem an die Klage einiger Oberstaatsanwälte der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKSTA), die Anfang 2021 die damalige „Presse“-Redakteurin Anna Thalhammer, heute „profil“-Chefredakteurin, wegen eines kritischen Berichts wegen übler Nachrede, öffentlicher Beleidigung einer Behörde und Verleumdung angezeigt haben. Damals zog die Staatsanwaltschaft Wien die Notbremse und die Anzeige wurde gestoppt.“

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Resolution der Redaktion der „Wiener Zeitung“ – Unterstützung von der  „Vereinigung der Europa-Journalistinnen und Journalisten“ (AEJ): Regierungsparteien zum Dialog aufgefordert

Das Gesetz, welches der gedruckten Fassung der „Wiener Zeitung“ ein Ende machen soll, wurde als Initiativantrag von ÖVP und GRÜNEN in den Nationalrat eingebracht. Diese Form soll ein möglichst schnelles „Durchziehen“ möglich machen, vermutet die Redaktion der „WZ“ in einer Resolution. Und weiter: „Offenbar ist von der Regierung für 19. April die Behandlung im Ausschuss und Ende April die Beschlussfassung im Plenum vorgesehen“. Zudem ist seitens der WZ-Redaktion von einer „fortgesetzten Dialogsverweigerung“ die Rede. Konkret wird unter anderem bemängelt:

„- Keiner der zahlreichen Unterzeichner unserer Petition hat bisher auch nur eine Antwort zum geäußerten Anliegen erhalten – nicht einmal der ehemalige Bundespräsident.

– Kaum ein Gesetzesentwurf ist jemals in der Begutachtungsfrist von so vielen Seiten inklusive Behörden und administrativen Stellen so zersaust worden. Entgegen allen Beteuerungen wurde substanziell nichts von den fundierten Einwänden berücksichtigt.

– Bis heute hat die zuständige Ministerin nicht mit Redaktionsvertretern auch nur geredet.“

Die „Vereinigung der Europa-Journalistinnen und Journalisten“ (AEJ), drückt der Redaktion der WZ angesichts der angeführten Punkte neuerlich ihre Solidarität aus und fordert die Regierungsparteien zum Dialog mit der WZ auf.

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Standard: ORF-Beitrag statt GIS soll rund ein Drittel günstiger werden – rund 15 Euro plus Landesabgaben mehr

Salzburger Nachrichten: ‚Wiener Zeitung‘ stellt Kommentarfunktion bei Online-Artikeln ein mehr

Die Zeit: Griechenlands Journalisten streiken wegen schwerem Zugunglück – Aufklärung verlangt mehr

Standard: Medienmanager Rossipal will „Wiener Zeitung“ übernehmen mehr

Salzburger Nachrichten: Europarat-Plattform kritisiert Rückgang der Pressefreiheit mehr

ORF.at: Hannes Aigelsreiter neuer ORF-Sportchef – neue Jobs auch für Ex-TV-Chefredakteur Matthias Schrom und Ex-Landesdirektor Robert Ziegler mehr

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Protest von AEJ und Verband der Auslandspresse in Wien gegen Arbeitsbedingungen beim OSZE-Treffen in Wien,

Schreiben an OSZE-Medienbeauftragte, Ms Teresa Ribeiro

20.Februar 2023

Sehr geehrte Frau Ribeiro,

im Namen der Vereinigung der Europajournalistinnen und -journalisten (AEJ) und des Verbandes der Auslandspresse in Wien möchten wir darauf aufmerksam machen, dass in dieser Woche in Ihrer eigenen Organisation, der OSZE, ein Vorgehen geplant ist, das die Freiheit der unabhängigen Berichterstattung stark beeinträchtigen könnte. 

Wie wir hören, ist vorgesehen, Journalistinnen und Journalisten an diesen beiden Tagen aus den Räumlichkeiten der OSZE in der Hofburg auszusperren, ihnen keinen Zugang zu den Räumen zu erlauben, in denen die Parlamentarische Versammlung der OSZE tagt, und die Versammlung lediglich per Livestream von Kameras, die unter der Verfügung der OSZE stehen, nach außen übertragen zu lassen.

Damit verlieren Berichterstatter aus aller Welt die Möglichkeit, Tagungsteilnehmer im Verlauf der Tagung selbst anzusprechen. Dies wird nur außerhalb des Versammlungsbereich möglich sein.

Gerade eine Institution wie die OSZE sollte alles vermeiden, was den Anschein erweckt, unabhängige Berichterstattung einschränken oder behindern zu wollen.

Wir ersuchen Sie daher höflichst,sehr geehrte Frau Ribeiro, im Rahmen Ihrer Kompetenzen diesmal in Ihrer eigenen sehr geschätzten Organisation im Sinne der Medienfreiheit tätig zu werden.

Mit freundlichen Grüßen

Edgar Schütz (AEJ Austria) im Namen mehrerer österreichischer und internationaler Kollegen.

Dear Mrs Ribeiro,

On behalf of the Association of European Journalists (AEJ) and the Foreign Press Association in Vienna) we would like to point out the fact that, within the OSCE, your own organization, plannings are being worked out that might severely curtail the freedom of independent news reporting. 

We were informed that, during the session of the OSCE´s Parliamentary Assembly on Thursday an Friday this week, access to the OSCE´s media workspaces at the Hofburg building will be prohibited. Also, the proceedings of the actual session might only be carried to the outside by an OSCE controlled live stream.

This bars the media representatives from access to the session´s participants during the ongoing meeting. Contact will only be possible outside the OSCE premises.

Especially an organization like the OSCE should strive to avoid any semblance of willingness to restrain or curtail independent news reporting.

We therefore respectfully ask you, Madam Ribeiro, to take up the initiative on behalf of media freedom, this time within your own esteemed organization.  

Edgar Schütz (AEJ Austria) on behalf of several Austrian and international colleagues.

Antwort der OSZE:

Dear Mr.Schütz,

Many thanks for your e-mail.

From the OSCE Parliamentary Assembly, the organizer of this event, I learned that due to security reasons; very limited physical access; and high interest, it is necessary to use a livestream in order to provide all interested media with the possibility to follow the meetings.

Best regards,

Ton van den Brandt

Principal Adviser of the Head of Institution

Office of the Representative on Freedom of the Media


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Die „Vereinigung der Europajournalistinnen und -journalisten“ (AEJ) hat ein Programm zur Unterstützung von exilierten russischen und belarussischen Medienschaffenden ins Leben gerufen. Wie bei der AEJ-Jahrestagung in Eretria (Griechenland) am Wochenende beschlossen wurde, soll vornehmlich ins Baltikum geflüchteten Kolleginnen und Kollegen aus Russland und Belarus künftig organisatorische und mitunter auch materielle Hilfe zuteil werden.

So operiert etwa das russische Online-Medium „Meduza“ aktuell von Riga aus. Aus der litauischen Hauptstadt werden politische, gesellschaftliche und kulturelle Themen in Russland abgedeckt. Die Medienfreiheit in der Russischen Föderation wurde durch den Angriffskrieg gegen die Ukraine noch mehr eingeschränkt als bereits zuvor. Bei der AEJ-Tagung war davon die Rede, dass es durch den von Russlands Präsidenten Wladimir Putin entfesselten Krieg zu einer starken Zunahme von Fake News und Desinformation gekommen sei. Zudem mache sich ein gefährlicher Anstieg von Nationalismus und Populismus bemerkbar.

Die unabhängige „Association of European Journalists“ (AEJ) wurde 1962 in San Remo von Pressevertretern aus Italien, Frankreich und Deutschland gegründet, feiert heuer also ihr 60-jähriges Bestehen. Mittlerweile gibt es über 15 Sektionen mit über 500 Mitgliedern in zahlreichen EU-Ländern, aber auch in der Türkei, Albanien oder Armenien.

Die internationale Organisation wird seit zwei Jahren von der Griechin Saia Tsaousidou geleitet, davor hatte der österreichische Journalist Otmar Lahodynsky (vormals u.a. beim Nachrichtenmagazin „profil“ aktiv) den AEJ-Vorsitz inne. Als Generalsekretär der Vereinigung wurde in Griechenland Edward Steen aus der österreichischen Sektion wiedergewählt. Neuer Vertreter für Medienfreiheit und den Kampf gegen Fake News ist nunmehr Kiyriakos Pieridis aus Zypern.

In einer Videobotschaft sprach EU-Kommissarin Vera Jourova über Maßnahmen gegen staatliche Einmischung in die Unabhängigkeit von Medien sowie zum Schutz für die Arbeit von Journalisten. Das neue EU-Medienfreiheitsgesetz werde auch kontrollieren, wie Regierungen öffentliche Gelder für Werbung verwenden, versprach die tschechische Vizepräsidentin der EU-Kommission.

Die EU-Kommission will unabhängige Medien in Europa besser vor staatlichem Einfluss schützen und die Medienvielfalt stärken. Konkret soll der Gesetzesvorschlag für mehr Transparenz und Unabhängigkeit auf dem Medienmarkt sorgen. Die EU-Staaten müssen demnach die redaktionelle Freiheit respektieren, Medien selbst müssen Informationen zu Besitzverhältnissen öffentlich machen. Zudem sind Maßnahmen gegen das Ausspähen von Journalisten vorgesehen. Öffentlich-rechtliche Medien müssten ausreichend finanziert und staatliche Werbung müsse transparent vergeben werden. „Die öffentlich-rechtlichen Medien dürfen nicht zu einem Propagandakanal einer Partei werden“, so das Credo von Jourova.

Außerdem sollen die nationalen Aufsichtsbehörden in einem neuen Ausschuss für Mediendienste auf EU-Ebene zusammenarbeiten. Dieser soll unter anderem Stellungnahmen zu nationalen Entscheidungen abgeben, die sich auf den Medienmarkt auswirken. Jourova rechnet mit teils großem Widerstand aus den EU-Staaten. Es sei jedoch wichtig, dass das Medienfreiheitsgesetz möglichst schnell in Kraft trete. Die Demokratie funktioniere nur, wenn Journalisten die Mittel und den notwendigen Schutz hätten, um die Mächtigen zu kontrollieren.

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Stellungnahme von AEJ Austria: Die Österreich-Sektion der „Vereinigung der Europajournalistinnen und -journalisten“ (AEJ Austria) bedauert die Pläne für eine Einstellung der täglichen Printausgabe der „Wiener Zeitung“. Durch ihre bis auf das Jahr 1703 zurückgehende Geschichte stelle die „Wiener Zeitung“ als älteste Tageszeitung der Welt ein wertvolles und auch historisch bedeutsames Kulturgut dar, das zweifellos gepflegt werden müsse, hieß es  in einer Mitteilung. Eine Umstellung auf eine monatliche Erscheinungsweise könnte ein erster Schritt in Richtung völliger Einstellung sein, befürchtete die AEJ in einer Aussendung. Dies würde der Presse-, Medien- und Meinungsvielfalt sowie der journalistischen Qualität in diesem Land einen schweren Schaden zufügen. „Selbstverständlich entsprechen Online-Medien dem Zeitgeist, doch darf der Wert des Printjournalismus nicht geringgeschätzt werden“, hielt die Journalistenvereinigung in ihrer Stellungnahme fest. Seriöser und qualitätsvoller Tagesjournalismus dürfe in einem Land wie Österreich und einer Kulturstadt wie Wien nach 320 Jahren nicht einfach zu Grabe getragen werden. Mit entsprechender verlegerischer Kompetenz müsse es möglich sein, ein Geschäftsmodell zu entwickeln, das den Erhalt der täglichen Printausgabe der „Wiener Zeitung“ gewährleiste, meinte die AEJ.    

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40 Medien- und Pressefreiheits-Organisationen: „Aggression Russlands“

„Botschaft der Solidarität“ an unabhängige russische Medien

Tausende Journalisten in Gefahr 

Mehr als 40 Medien- und Pressefreiheitsorganisationen haben im Zusammenhang mit dem militärischen Angriff Russlands auf die Ukraine „die staatliche Gewalt und die Aggression Russlands, die Tausende von Journalisten in große Gefahr bringt“, auf das Schärfste verurteilt. Sie schickten am Freitag per Aussendung zudem eine „Botschaft der Solidarität“ an unabhängige russische Medien, „die trotz der beispiellosen Einschüchterung und des Drucks in ihrem Land weiterhin berichten.“

Weiters betonten die über 40 internationalen Medienfreiheits-NGOs, darunter die in Österreich aktiven „Reporter ohne Grenzen“ (ROG/RSF) und die AEJ (Vereinigung der Europajournalistinnen und Europajournalisten): „Wir verurteilen die physische Gewalt, die Cyberangriffe, die Desinformation und alle anderen Waffen, die der Aggressor gegen die freie und demokratische ukrainische Presse einsetzt.“ Zudem wurde an die Internationale Gemeinschaft appelliert, „denjenigen jede mögliche Unterstützung zukommen zu lassen, welche die mutige Aufgabe übernehmen, aus dem Kriegsgebiet zu berichten.“

(Quelle: APA)

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AEJ gegen Einschüchterung von ORF-Innenpolitik-Journalistin durch FPÖ

 Die „Association of European Journalists“ (AEJ) sieht in den jüngsten Angriffen der FPÖ auf die ORF-Innenpolitik-Journalistin Simone Stribl einen unzulässigen Angriff auf die Pressefreiheit. „Die erfahrene Kollegin hat eine legitime Frage an Innenminister Karner gestellt, ob das Verhalten von Polizisten, bei einer Demonstration in Wien ohne Maske für Fotoaufnahmen mit Impfgegnern zu posieren, dienstrechtliche Konsequenzen haben wird“, so AEJ-Generalsekretär Edward Steen in einer Erklärung der internationalen Journalistenvereinigung. FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker hatte von ORF-Generaldirektor Roland Weißmann „ein klärendes Gespräch mit der Redakteurin sowie eine öffentliche Entschuldigung für die Verunglimpfung der hunderttausenden Demo-Teilnehmer durch den ORF“ gefordert. „Dies bedeutet eine unzulässige Einschüchterung von Journalisten und eine Einschränkung der Medienfreiheit durch eine im Parlament vertretene Partei“, so Steen. „AEJ drückt ihre volle Solidarität mit Frau Stribl aus und wird diesen Fall auf die Plattform des Europarates gegen unzulässige Angriffe auf JournalistInnen bringen.“

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Oberösterreichische Nachrichten: „Österreich, lass Deine Stimme hören“ – EU-Zukunftskonferenz eröffnet mehr

Unterstützung für Kolleg*innen der slowenischen Nachrichtenagentur STA

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie ihr vielleicht schon gehört habt, geht es der slowenischen Nachrichtenagentur STA sehr schlecht, weil die Regierung ihren vertraglichen Verpflichtungen zur Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen nicht nachkommt. Vergangene Woche hat die EU-Kommission – auf Antrag der slowenischen Regierung – entschieden, dass diese staatliche Finanzierung nicht nur rechtlich zulässig (und somit keine wettbewerbsrechtlich verbotene „Staatshilfe“) ist und sich dabei auch ganz klar hinter die STA gestellt: State aid to Slovenian Press Agency STA (europa.eu),

Weil die STA nun schon seit 130 Tagen auf ihr Geld wartet, droht ihr akut das Aus. Der slowenische Journalistenverband DNS hat daher eine Spendenaktion per SMS ins Leben gerufen. Vom Ausland kann man sich auch beteiligen, und zwar per Überweisung oder Kreditkartenzahlung. Infos dazu gibt es (in slowenischer Sprache) auf der Internetseite https://zaobstanek.si/

Danke für Euer Interesse und Eure Unterstützung

Stefan Vospernik

Edgar Schütz

AEJ Austria

Die Presse: „Journalimus ist  der Sauerstoff jeder Demokratie“ (Alexander Schallenberg, Ivan Korčok, Jakub Kulhánek –

die Außenminister Österreichs, der Slowakei und der Tschechischen Republik) mehr

Die Presse: Tag der Pressefreiheit: „Es gibt keine Demokratie ohne freie Medien“ (Otmar Lahodynsky) mehr

RTL:  Sachsens Ministerpräsident Haseloff vor Tag der Pressefreiheit: „Angriff auf Presse ist Angriff auf uns alle“ mehr

Frankfurter Allgemeine: Journalisten von Dschihadisten in Burkina Faso ermordet mehr

Standard:  Reporter ohne Grenzen:  Österreich bei Pressefreiheit weiter nicht in Spitzengruppe mehr

Tagesschau:  Deutschland bei Pressefreiheit nur noch „zufriedenstellend“ mehr

Deutschlandfunk:  Frankreich: Nationalversammlung verabschiedet umstrittenes Sicherheitsgesetz mehr

Medianet: APA pocht auf ihre Unabhängigkeit.  Staatliche Finanzkontrolle abgelehnt mehr

Der Spiegel:  Athen: Griechischer Journalist auf offener Straße erschossen mehr

AEJ Österreich protestiert gegen Vorführung einer österreichischen Journalistin im ungarischen TV

Die österreichische Journalistin Franziska Tschinderle hat nur ihren Job gemacht. Sie hat für das Nachrichtenmagazin „profil“ den Europaabgeordneten der ungarischen Fidesz-Delegation Fragen gestellt, welcher Fraktion sie nach ihrem Hinauswurf aus der EVP beitreten wollten.

Doch statt eine Antwort zu erhalten, wurde sie am Mittwoch abend vom ungarischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen in den Hauptabendnachrichten minutenlang an den Pranger gestellt.  Sie habe „dumme Fragen“ gestellt und die Abgeordneten der Regierungspartei „Fidesz“ „provoziert“, hieß es in dem Beitrag. Dazu wurden Screenshots von ihren Mails an die Abgeordneten gezeigt. Seltsam erscheint zudem die Tatsache, dass diese Kritik lange vor Veröffentlichung des Artikels von Tschinderle geübt wurde.

Die österreichische Sektion der „Association of European Journalists“ (AEJ) protestiert auf das Schärfste gegen diese öffentliche Verächtlichmachung einer österreichischen Journalistin. Ungarns Regierungs-Funk wollte –offenbar auf Druck von Regierungschef Viktor Orbán – ihr die berufliche Professionalität absprechen und ihren Ruf schädigen. Gleichzeitig werden in Ungarn laufend unabhängige Medien, die es wagen, die Regierung zu kritisieren, zum Schweigen gebracht, zuletzt mit dem Sendelizenz-Entzug für das „Klubradio“.

AEJ begrüßt die rasche Reaktion von Außenminister Alexander Schallenberg, der gegen diesen unannehmbaren und völlig unverhältnismäßigen Angriff auf eine österreichische Journalistin bei seinem Amtskollegen Péter Szijjártó protestierte.

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Standard:  Pressefreiheit: Ungarisches Staatsfernsehen attackiert österreichische Journalistin mehr

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Tiroler Tageszeitung:  Fortbestand als Tageszeitung unwahrscheinlich mehr

Wiener Zeitung:  Der ewige Journalist: Hugo Portisch gestorben mehr

AEJ für den Erhalt der „Wiener Zeitung“

„Vereinigung der Europajournalist/inn/en“ regt an, Vorschlag von Univ.-Prof. Hausjell zu prüfen

Die „Wiener Zeitung“ ist die älteste Tageszeitung der Welt, die seit 1703 erscheint und im Eigentum der Republik Österreich steht. Sie ist eine von nur mehr 14 in Österreich erscheinenden Tageszeitungen und befindet sich im obersten Qualitätssegment. Sie hat als öffentlich-rechtliches Medium einen wichtigen Platz in der österreichischen Medienszene, in der sonst auflagenstarke Titel des Boulevards dominieren, auch wegen der staatlichen Medienförderung.

In der „Wiener Zeitung“ erscheinen regelmäßig Grundsatzdebatten zu gesellschaftlich wichtigen Themen, etwa zum Rechtsstaat. Sie begleitet Veranstaltungen wie das „Forum Alpbach“ publizistisch, zuletzt durch eigene Diskussionsrunden im Internet über „Digitalen Humanismus“. Prominente Kommentatoren nehmen zu wichtigen Themen der Gesellschaft Stellung, darunter auch der frühere AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky zu EU-Fragen. Eine Einstellung der Zeitung würde außerdem den Verlust von bis zu 100 Jobs bedeuten, in der angespannten Situation für Medien eine zusätzliche Belastung für den Arbeitsmarkt für Medienschaffende.

Als Begründung für eine Einstellung der Tageszeitung wird von der Bundesregierung die EU-Richtlinie (2019/1151) über den Einsatz digitaler Werkzeuge im Gesellschaftsrecht angeführt. Doch die Umsetzung muss nach Meinung des Obersten Gerichtshofs nicht zwangsläufig zur Streichung der Pflichtveröffentlichungen im gedruckten Amtsblatt führen. Damit würde auch nicht die Hälfte des Umsatzes der „Wiener Zeitung“ von insgesamt 18 Millionen Euro im Jahr durch Einstellung des Amtsblattes schlagartig wegfallen. Außerdem verlangt die EU-Richtlinie keineswegs die Einstellung des gedruckten Amtsblattes, da die EU selbst noch das eigene Amtsblatt weiterhin gedruckt herausbringt.

Nach einer Idee des Wiener Universitäts-Professors Fritz Hausjell (Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften) könnte  die „Wiener Zeitung“ als potenzielles öffentlich-rechtliches Medium als „Entwicklungslabor“ fungieren. Sie solle etwa erproben, wie moderner Journalismus angesichts der Digitalisierung sowohl auf Papier als auch digital sein Publikum findet. Das käme im Endeffekt auch anderen Zeitungen zugute.

Die Wichtigkeit der Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien auch als Gegengewicht zur Medienkonzentration wird in der auch von Österreichs Regierung unterschriebenen Europarat-Empfehlung von 2018 explizit festgehalten. Allein die drei Zeitungen „Kronen Zeitung“, „Österreich“ und „Heute“ erhielten im Vorjahr 60 Millionen Euro an Werbeeinschaltungen der Regierung und staatsnaher Betriebe und Einrichtungen.

Eine Tageszeitung wie die Wiener Zeitung, die nicht wie Boulevardmedien Interessen von Inserenten berücksichtigen muss, unterstreicht die Notwendigkeit und den Nutzen von qualitätsvoller, unabhängiger Berichterstattung. Zumal Österreich bei der Medienfreiheit zuletzt laut Index von „Reporter ohne Grenzen“ ohnehin um mehrere Stellen abgerutscht ist..

Die AEJ fordert daher dazu auf, ein Stück Qualitätsmedium und eine lebendige und pluralistische Medienvielfalt in Österreich zu erhalten. Ein  Ansatz könnte sein, die Idee von Univ.-Prof. Hausjell zu prüfen und in Folge allenfalls zu fördern und das Projekt auch entsprechend zu dotieren…

AEJ-Austria

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Die Presse:  „Europa muss gestärkt aus der Krise gehen“ –  die EU-Präsidenten von der Leyen, Michel und Sassoli zum Europatag am 9.Mai mehr

Die Presse:  Europatag am 9.Mai: Kurz: Forderung nach neuem EU-Vertrag „aktueller denn je“ – Kogler:  Alter Nationalismus und neuer Rechtsextremismus mehr

Vereinigung der Europa-Journalisten (AEJ)  – Aussendung von AEJ Europa, der internationalen Dachorganisation:  „Medienfreiheit darf nicht Kollateralschaden von Covid19 werden“

„Association of European Journalists“ warnt vor neuen Einschränkungen der Pressefreiheit

Zum Europatag am 9. Mai warnt die „Vereinigung Europäischer Journalisten/Association of European Journalists“ (AEJ) vor weiteren Einschränkungen der Medienfreiheit als Folge der Covid19-Krise. In mehreren EU-Ländern wurden Journalisten durch neue Vorschriften mit Strafen für die Verbreitung von Falschnachrichten im Zusammenhang mit der Seuche bedroht. In Ungarn wurden sogar für Zuwiderhandlungen mehrjährige Haftstrafen angedroht. Dabei wurde meist nicht klar geregelt, welche Institution über richtige oder falsche Informationen entscheidet.

Bereits am 25. März haben internationale Medienorganisationen -darunter AEJ -eine Petition an die drei Präsidenten der führenden EU-Institutionen geschickt. Darin wurde davor gewarnt, dass manche EU-Regierungen die Bekämpfung der Seuche zur Bestrafung und Einschränkung von unabhängigen Medien einschließlich eines limitierten Zugangs zu Pressekonferenzen und Informationen von offiziellen Stellen verwenden könnten.

Am 31. März haben zehn internationale Medienorganisationen, darunter AEJ, einen Offenen Brief an die Generalsekretärin des Europarates geschickt, mit der Forderung, dass Notmaßnahmen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Seuche nicht ohne ausreichende Begründung und Angemessenheit die Medienfreiheit einschränken dürfen und im Einklang mit der Europäischen Konvention für Menschenrechte stehen müssen.

Die „Association of European Journalists“ hat zuletzt kritisiert, dass die italienische Regierung – laut Mitteilung des Generalanwalts an das Höchstgericht vom 17. April- an Haftstrafen für Journalisten bei Verleumdungsklagen festhalten will.

AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky betonte, dass die Medienfreiheit „nicht zum Kollateralschaden“ von Covid19 werden dürfe. Die Medienbranche habe derzeit weltweit mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Daher sollten Sonderhilfen einzelner Regierungen transparent und fair vergeben werden. Eine Vergabe von Staatshilfen – wie die Sonder-Presseförderung in Österreich – deren Höhe nach der Anzahl von gedruckten Exemplaren bemessen wurde, sei nach Angaben des EU-Kommissars für Justiz, Didier Reynders, nicht fair und möglicherweise auch unvereinbar mit EU-Wettbewerbsregeln. In Dänemark wurde die Hilfe nach der Höhe des Rückgangs des Inseratenaufkommens ausgerichtet. In Schweden gab es Sonderhilfen für regionale Medien in bevölkerungsarmen Gebieten.

Die Vergabe staatlicher Hilfszahlungen sollte auch davon abhängig gemacht werden, ob einzelne Medienunternehmen ihren Personalstand halten oder drastische Kündigungen von Medienmitarbeitern aussprechen. Die AEJ erklärte sich mit der Belegschaft der APA, wo die Geschäftsführung eine hohe Zahl von Kündigungen von Journalisten ankündigte, solidarisch. „Es ist paradox, dass in einer Situation, wo der Bedarf an seriösen Informationen wächst, vor allem Qualitätsmedien unter den Folgen der Pandemie zu leiden haben“, so Lahodynsky.

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Austria Presseagentur:

Coronavirus – Journalisten-Organisationen warnen EU vor Zensur

Utl.: Offener Brief an von der Leyen: „Covid-19 wird ausgenützt, um

unabhängige und kritische Medien zu bestrafen“ =

Budapest/Brüssel (APA) – Europäische und internationale Journalisten-Organisationen haben die EU vor einer Beschränkung der Pressefreiheit im Zuge der Corona-Pandemie gewarnt. Sie riefen am Mittwoch in einem offenen Brief an die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen insbesondere dazu auf, gegen das im Budapester Parlament liegende Notlagengesetz in Ungarn vorzugehen.

„Es ist keine Überraschung, dass Ungarn mit seiner lange belegten Unterminierung der Medienfreiheit als erstes EU-Mitgliedsland einen solchen extremen und opportunistischen Griff nach der Macht unternimmt“, heißt es in dem Schreiben. Die Journalisten-Organisationen hätten eine „tiefgreifende Besorgnis“ bezüglich der „Gefahr, dass Regierungen die Covid-19-Pandemie ausnützen, um unabhängige und kritische Medien zu bestrafen und Zugangsbeschränkungen für Medien einführen in Hinblick auf Entscheidungen und Handlungen der Regierung“.

Der Brief ging auch EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Parlamentschef David Sassoli. Unterzeichner sind unter anderen „Reporter ohne Grenzen“ (RSF), die Internationale Journalisten-Föderation (IFJ), das Internationale Presse-Institut (IPI) und die „Vereinigung der Europajournalisten“ (AEJ).

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Albanische AEJ-Sektion: Protest gegen neues Gesetz – Einschränkung der Pressefreiheit von Online-Medien

Statement for the new law proposed by the goverment. The Association of European Journalists, the Albanian section, after being familiar with the draft proposed by the ruling majority for the new law on online media registration, expresses its concern that this draft is a “direct attack” on the freedom of online media.AEJ Albania joins the statements of 15 other associations and the OSCE position, that this draft has manyproblems and directly affects the freedom of online media. The so called anti-fake news draft, which aims to stop the spread of fake news, child pornography and news that are a risk to national security, actually reflects the demands of Prime Minister Edi Rama and not that of the Albanian public, the media community and the associations that protects them.15 associations of journalists have strongly criticized this new draft that is not yet voted by the parliament, considering it a great risk to media freedom and giving no solution to any other issues related to fake news, propaganda, hate speech and disinformation.The law has also been criticized by representatives of the European Union and the OSCE, demanding softer and less rigorous approaches. The representative of the Council of Europe said that the regulationof online media is not in line with the Council of Europe, so it is necessary to work with the other strategy on online and offline media.While the OSCE representative for the media in Tirana, Irina Radu said that people refer more to the online media, because it is cheaper and less controlled. Earlier, the OSCE’s media freedom representative Harlem Desir also called a review of the draft law proposed by the government.Feedback has also been received by the prestigious The New York Times newspaper to revisit this draft, which may affect online media freedom.The law was drafted without initial consultation with journalists‘ associations, but was kept secret until afew weeks ago. The law grants the AMA (Albanian Media Audio Visual Agency) legal authority to fine online media based on third party annexes, or order the closure of internet access in Albania, or impose fines of up to 100 houndred up to 8 million leke ( about 6500 euros max). It even gives the right AKEP an institution where the head, is also elected by political parties, to shut down online media without a proper legal procedure at the outset of a complaint by a third party, which significantly increases censorship and the risk of self-censorship in the media.Also, imposing a 20% tax on online media and 6% on television shows once again the malicious intent of this initiative by the ruling party, towards online media with critical attitudes towards it. According to the official data, the traditional media TVs are the ones that have the highest annual turnover in revenue, and may not be the less taxed. AEJ Albania points out that self-regulation is the best solution for the Albanian media, because any political interference violates its independence and has a negative impact on the country’s democracy.

For these reasons, it calls on the Government and MPs not to vote on this legal initiative and withdraw it. Its vote risks turning the country back on media freedom and not having a positive effect on the EU integration process.

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Die Presse: BVT-Skandal: Innenministerium zeigt oe24-Online-Chefredakteur an mehr

Vorarlberger Nachrichten: Peschorn lässt BVT prüfen mehr

Protest von AEJ: „Unerhörter Bespitzelungsplan“

AEJ protestiert gegen versuchte Beschlagnahme von Mobiltelefonen einer Neos-Abgeordneten und einer Journalistin.

Die „Association of European Journalists“ (AEJ) protestiert gegen den nun bekannt gewordenen Plan des „Bundesamts für Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) vom Mai 2019, die Handys der Neos-Nationalratsabgeordneten Stephanie Krisper und der „Presse“-Journalistin Anna Thalhammer zu beschlagnahmen. Damit sollten Kontakte der beiden Personen zu möglichen Informanten aus dem „Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung“ ausgekundschaftet werden. Diese Bespitzelung wurde noch in der Amtszeit des FPÖ-Politikers und Innenministers Herbert Kickl in Auftrag gegeben. „Das ist ein unerhörter Angriff auf das Redaktionsgeheimnis und die Medienfreiheit, wie man sie sonst nur von totalitären Regimen kennt“, erklärte der internationale AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky. „Und Kickl lehnte neuerlich jede Verantwortung ab, so wie er schon vom Auftrag seines Pressesprechers an Polizeidienststellen, kritische Medien nicht oder schlechter zu informieren, nichts gewusst haben will. Dieser Politiker darf nie wieder Verantwortung über ein Sicherheitsressort übernehmen.

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Die Presse:  ÖVP versus „Falter“: Erster Verhandlungstermin im Februar mehr

Standard:  Diskussion in Wien: 10.000 Morddrohungen: Pressefreiheit immer mehr unter Beschuss mehr

Die Presse: Attentat von Halle: Gibt es Grenzen der Meinungsfreiheit? (Gastkommentar Golli Marboe)  mehr

Zeit online: Pressefreiheit: Russland macht Druck auf die Deutsche Welle mehr

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Kurier:  Prozess in Türkei: Max Zirngast freigesprochen mehr

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Neue Zürcher Zeitung:  Hongkongs Pressefreiheit droht Gefahr aus mehreren Richtungen mehr

AEJ Austria (5.9.2019):

AEJ protestiert gegen Selektion von Journalisten durch ÖVP bei Pressekonferenz

Die österreichische Sektion der „Association of European Journalists“ (AEJ) protestiert gegen die Vorgangsweise der ÖVP bei der Abweisung der Falter-Journalistin Barbara Toth von einer Pressekonferenz.
„Eine Selektion von genehmen Journalisten durch eine politische Partei verstößt gegen die Medienfreiheit“, erklärt der internationale AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky. „Solche Methoden sind sonst nur in Diktaturen oder Ländern mit eingeschränkter Pressefreiheit üblich.“
Die Begründung der ÖVP-Mediensprecher, man habe nur tagesaktuelle Medien eingeladen, ist eine Ausrede und stellt die Diskriminierung von Wochenzeitungen dar.

Die Presse:  ÖVP verwehrt „Falter“-Redakteurin Zutritt: Presseclub übt Kritik mehr

Die Zeit: Türkei: Gericht lässt Sperrung regierungskritischer Website aufheben  mehr

Die Presse:  Ibiza-Video:  Zur Klarstellung! Erklärung österreichischer Chefredakteure mehr

Spiegel online:  Anklage fallen gelassen: Russischer Journalist Golunow kommt frei mehr

Handelsblatt:  „Gefahr für die Demokratie“: Australiens Polizei geht gegen Journalisten vor mehr

Tiroler Tageszeitung:  Bierlein will Interviews, aber „keine Inszenierung“ mehr

Die Presse:  Wir hätten da noch ein paar Fragen – Ein Ministerrat ohne Foyer,  warum eigentlich? (Iris Bonavida) mehr

Die Presse:  Übergangsminister sollen sich „in Bescheidenheit üben“ – Interviews nur mit Fachjournalisten mehr

Kurier:  Journalisten-Schutz: Kritik an deutschem Geheimdienstgesetz mehr

Kurier:  Zweites Orbánistan ist vorerst abgewehrt (Helmut Brandstätter) mehr

Tagesschau:  Medienfreiheit in EuropaPopulisten gegen Journalisten mehr

Die Presse:  Angriff auf regierungskritischen Journalisten in Ankara mehr

Salzburger Nachrichten:  Pressefreiheit – Van der Bellen warnt vor politischer Zensur mehr

Die Presse:  Straffreie Attacken auf die Medienfreiheit (Otmar Lahodynsky) mehr

Die Zeit online: Pressefreiheit in Österreich bedroht? Sebastian KurzEr wird dann wohl Taten sprechen lassen mehr

Kurier:  Pressefreiheit in Österreich: „Massive Verschlechterung“ mehr

Profil:  Comeback für Zensur (Otmar Lahodynsky) mehr

ÖJC:  Fall Marinowa diente Bulgarien als „Waffe gegen Medien“ mehr

Die Presse:  Türkei: Prozess gegen Max Zirngast vertagt mehr

Salzburger Nachrichten:  Prozessbeginn für Max Zirngast in Ankara mehr

Stellungnahme des Österreichischen Journalistenclubs mehr

Die Zeit:  Türkische Regierung verweigert deutschen Journalisten Akkreditierung mehr

Handelsblatt:  Österreichs Kanzler Sebastian Kurz nimmt die Medien an die kurze Leine (Hans-Peter Siebenhaar) mehr

Standard:  Journalisten gründeten Investigativ-Zentrum in Slowakei mehr

Frankfurter Allgemeine:  Keine unerlaubte Beihilfe : EuGH-Urteil: Deutscher Rundfunkbeitrag ist rechtens mehr

EurActiv:  „Totenglocke“ für ungarische Medien mehr

Standard:  Zentrales Medienimperium zu Orbáns Diensten (Gregor Mayer) mehr

Kurier:  Aus der Haft: Max Zirngast über Erdoğans Autoritarismus mehr

Kurier:  „Kritische Medien“:  Kickl übernimmt Verantwortung für brisantes Mail mehr

Die Presse:  Neue Regeln:  Nachfragen ist im Weißen Haus nur erlaubt, wenn Trump es will mehr

Neue Zürcher Zeitung:  Das Weisse Haus muss den CNN-Reporter Jim Acosta wieder zu Medienkonferenzen zulassen mehr

Frankfurter Allgemeine:  Konkurrenten : Fox News hilft CNN im Rechtsstreit mit Weißem Haus mehr

Standard:  CNN verklagt Weißes Haus wegen des Korrespondenten Acosta mehr

Die Presse:  Immobilieninvestor Benko kauft sich bei „Krone“ und „Kurier“ ein mehr

Salzburger Nachrichten:  Brief von in Türkei inhaftiertem Steirer veröffentlicht mehr

Kurier:  Trump droht mit Entzug weiterer Akkreditierung für Journalisten mehr

Die Presse:  Journalist an Wiedereinreise nach Hongkong gehindert mehr

Die Presse:  Innenministerium löschte Aussendung mit Klenk-Korrespondenz mehr

Frankfurter Allgemeine:  Brasiliens neuer Präsident : Bolsonaro greift kritische Medien an mehr

Kurier:  In Türkei inhaftierte Reporter: ÖJC wirft Regierung Untätigkeit vor mehr

Standard:  Verfolgt, verhaftet, ermordet: Blutiges Jahr für Journalisten mehr

Standard:  Erdoğan-kritischer Journalist Adil Yigit wird nicht ausgewiesen mehr

Süddeutsche:  Nach Protestaktion : Deutschland will Erdoğan-kritischen Journalisten ausweisen mehr

Kurier:  „Neuigkeitenzimmer“ statt Journalismus (Helmut Brandstätter) mehr

Salzburger Nachrichten:  Döblinger Villa:  Wie ein Hedgefonds-Star die Pressefreiheit stärkte mehr

Süddeutsche:  Pressefreiheit: „Journalismus ist nichts für Optimisten in Ungarn“ mehr

Kurier:  Khashoggi-Mord: Die schmutzigen Geschäfte mit Saudi-Arabien mehr

Salzburger Nachrichten:  Anti-Korruptions-Preis für ermordete maltesische Journalistin mehr

Kurier:  Saudi-Arabien gibt Tötung von Journalist Khashoggi zu mehr

Standard:  Mord an bulgarischer Fernsehmoderatorin: Verdächtiger gestand Tat mehr

Standard:  Mord in Bulgarien nährt Sorge um Pressefreiheit mehr

Salzburger Nachrichten:  EU will rasche Ermittlung zu Journalistenmord in Bulgarien mehr

Radio Free Liberty:  Bulgarian TV Reporter Raped, Killed In ‚Barbaric‘ Crime After Program On Alleged Corruption mehr

Standard:  Gerechtigkeit für Kickl! (Kommentar der anderen: Karl Newole, Alexander Latzenhofer) mehr

Kurier:  Türkei geht von Journalistenmord in saudischem Konsulat aus mehr

Neue Zürcher Zeitung:  Der saudische Journalist Jamal Khashoggi soll ermordet worden sein mehr

Standard:  US-österreichischer Journalist aus Nicaragua abgeschoben mehr

Kurier:  Türkei: Der saudi-arabische Journalist Khashoggi wird vermisst mehr

Standard:  Burschenschafter-Anfrage:  Minister Kickls Transparenz-Offensive  mehr

Standard:  FPÖ und Pressefreiheit: Grenze erneut überschritten (Astrid Ebenführer) mehr

Wiener Zeitung:  Was Kickl nicht versteht (Walter Hämmerle) mehr

Standard:  Alt-Bundespräsident Fischer kritisiert Vorgänge im Innenministerium  mehr

Standard:  BMI outet Anfragen von „Falter“-Chefredakteur Klenk mehr

Standard:  FPÖ-Reaktion: Causa-Kickl geht Kapsch „einen Schmarrn an“ mehr

Kleine Zeitung:  Scharfe Kritik an Kickl von IV-Präsident Kapsch mehr

ORF.at:  Erdogan bei Merkel:  Schlagabtausch über Pressefreiheit mehr

Standard:  Herr Bundeskanzler, geben Sie Informationsfreiheit! (Martin Kotynek) mehr

Kurier:  Strache: „Die Pressefreiheit ist nicht einmal im Ansatz gefährdet“ mehr

Standard:  Kritische Kommunikation mit Kickl (Michael Simoner) mehr

Die Presse:  Brüsseler Presse verurteilt „Manipulationsversuche in Österreich“ mehr

Kurier:  Medien und Politik, a schlamperte G’schicht (Martina Salomon) mehr

Kronenzeitung:  Mail aus dem BMI.  FPÖ unterstützt Kickl und ortet „Medienhatz“ mehr

ORF.at:  Umstrittene Medien-Mail:  Empörung nach Kickls Rechtfertigung mehr

Kurier:  Auslandsecho alarmierte Kurz mehr

Standard:  Opposition zerpflückt Kickls Medienpolitik im Parlament mehr

Kurier:  Herbert Kickl: Ein Minister im Attackemodus mehr

Kronenzeitung:  Misstrauensantrag:  Schreiduelle um die Pressefreiheit im Hohen Haus mehr

Die Presse:  Das Kommunikationsproblem des Innenressorts mehr

Kurier:  Van der Bellen: „Jede Einschränkung von Pressefreiheit inakzeptabel“ mehr

Standard:  Innenminister Kickl nach E-Mail-Affäre: „Pressefreiheit ist unantastbar“ mehr

Die Presse:  „Noch keine Diktatur“: Debatte über Innenministerium-Papier mehr

Frankfurter Allgemeine:  Angriff auf Pressefreiheit? : Österreichs Innenminister muss sich im Parlament verantworten mehr

Süddeutsche:  Pressefreiheit in Österreich: Dem Innenminister ist nur Propaganda genehm mehr

Die Zeit:  Ist Österreichs Pressefreiheit in Gefahr? mehr

Spiegel:  Pressefreiheit in Österreich: Innenminister distanziert sich von E-Mail seines Sprechers mehr

Daily Telegraph:  Austria accused of muzzling press after police told to withold information from critics mehr

Erklärung der Vereinigung Europäischer Journalisten (AEJ) vom 25.9.2018

AEJ:  Innenministerium darf Medienfreiheit nicht einschränken

Utl:  Einteilung in gute und böse Medien erster Schritt zur Knebelung

Die Vereinigung Europäischer Journalisten (Association of European Journalists AEJ) verurteilt scharf Pläne des Innenministeriums, die Zusammenarbeit mit unabhängigen Medien einzuschränken. Nur noch Medien, die wohlwollend über den Innenminister Herbert Kickl und die Polizeiarbeit berichten, sollten bevorzugt Informationen erhalten. Die anderen Medien sollten nur noch eingeschränkt informiert werden.

Für AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky ein klarer Angriff auf die Pressefreiheit in Österreich. „Kickl ist Wiederholungstäter. Vor einigen Worten gab es ernstzunehmende Hinweise aus dem Innenministerium, dass im Zuge der BVT-Affäre sogar Hausdurchsuchungen bei investigativen Journalisten geplant seien. Offenbar orientiert sich der Innenminister immer stärker an den bereits erfolgten Einschränkungen der Medienfreiheit in Ungarn oder Polen. Wer Medien in gute und schlechte einteilt, handelt wie ein Autokrat, nicht wie ein demokratisch gewählter Politiker.“

Die FPÖ hat schon einmal als Koalitionspartner die Informationsarbeit der von ihr besetzten Ministerien an kritische Medien eingeschränkt; in der ersten schwarz-blauen Koalition ab dem Jahr 2000. Ministeriumssprecher von FPÖ-Ministern wollten damals wochenlang unter anderem profil-Journalisten keine detaillierten Auskünfte mehr erteilen. Es gab damals auch ein gegen profil verhängtes Interview-Verbot von FPÖ-Ministern.

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Die Presse:  Innenministerium will Informationssperre für „kritische Medien“ mehr

Standard:  Innenministerium beschränkt Infos für „kritische Medien“ mehr

Standard:  Innenminister Kickl greift die Medienfreiheit frontal an (Michael Möseneder)

Kurier:  Geheimpapier: Kickls brisante Medienkontrolle mehr

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AEJ Greece:  Greek Journalists arrested mehr

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Neue Zürcher Zeitung:  Zu nett: «Spiegel»-Chefredaktor Klaus Brinkbäumer muss gehen mehr

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ORF.at:  New York Times:  Trump-Angriffe gefährden Journalisten mehr

Die Presse:  Trumps Privatkrieg gegen CNN an der Heimatfront: „Fake News“ mehr

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Frankfurter Allgemeine:  Antisemitismus auf Facebook : Zuckerberg will Posts von Holocaust-Leugnern nicht entfernen mehr

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Kurier:  Angst-zerstoert-die-freiheit-der-buerger (Helmut Brandstätter)

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Frankfurter Allgemeine:  Urheberrechtsreform: Es geht um Fairness, nicht um Zensur

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Falter:  Armin Wolf: Warum ich Facebook und Twitter beliefere

Neue Zürcher Zeitung:  Fieberschuebe-der-medienbranche-haeufen-sich

Standard:  Amtsverschwiegenheit:  Wie-zwei-Urteile-das-Amtsgeheimnis-schwaechen

AEJ Europa:  Austrian newspaper editors warn on police raids and growing press freedom threats (Otmar Lahodynsky)

Christian Rainer („profil“): Ausweitung der Kampfzone

Martin Kotynek („Der Standard“): Es gilt die Pressefreiheit

Helmut Brandstätter („Kurier“): Die Meinungsfreiheit ist schnell in Gefahr!

Rainer Nowak („Die Presse“):  Herbert Kickl spielt mit dem Feuer

Esther Mitterstieler („News“):  Die Freiheit, die wir meinen

Ö1-Journal:  Reaktion von Innenministerium und Bundeskanzleramt

Die Presse:  Pressefreiheit_FPOe-weist-Stellungnahme-der-Chefredakteure-zurueck

ORF.at:  Seymour-Hersh-die-abrechnung-des-aufdeckers

18-06-23 Offener Brief an den türkischen Präsidenten

Firdevs Talk Turkey: will-the-austrian-presidency-make-a-difference-to-turkey-eu-relations

Puls 4:  Protest gegen Polizeigewalt in Albanien – AEJ-Journalist festgenommen mehr

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Neue Zürcher:  Frankreich: Neues Sicherheitsgesetz löst Protestwelle aus – Pressefreiheit in Gefahr  mehr

Zeit online: Menschenrechte und Meinungsfreiheit: Sacharow-Preis des Europa-Parlaments für die Opposition in Belarus mehr

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Die Presse:  Ungarn bestellt nordische Botschafter wegen „Falschnachrichten“ ein mehr

Die Presse:  „Europa muss gestärkt aus der Krise gehen“ –  die EU-Präsidenten von der Leyen, Michel und Sassoli zum Europatag am 9.Mai mehr

Die Presse:  Europatag am 9.Mai: Kurz: Forderung nach neuem EU-Vertrag „aktueller denn je“ – Kogler:  Alter Nationalismus und neuer Rechtsextremismus mehr

Vereinigung der Europa-Journalisten (AEJ)  – Aussendung von AEJ Europa, der internationalen Dachorganisation:  „Medienfreiheit darf nicht Kollateralschaden von Covid19 werden“

„Association of European Journalists“ warnt vor neuen Einschränkungen der Pressefreiheit

Zum Europatag am 9. Mai warnt die „Vereinigung Europäischer Journalisten/Association of European Journalists“ (AEJ) vor weiteren Einschränkungen der Medienfreiheit als Folge der Covid19-Krise. In mehreren EU-Ländern wurden Journalisten durch neue Vorschriften mit Strafen für die Verbreitung von Falschnachrichten im Zusammenhang mit der Seuche bedroht. In Ungarn wurden sogar für Zuwiderhandlungen mehrjährige Haftstrafen angedroht. Dabei wurde meist nicht klar geregelt, welche Institution über richtige oder falsche Informationen entscheidet.

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Am 31. März haben zehn internationale Medienorganisationen, darunter AEJ, einen Offenen Brief an die Generalsekretärin des Europarates geschickt, mit der Forderung, dass Notmaßnahmen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Seuche nicht ohne ausreichende Begründung und Angemessenheit die Medienfreiheit einschränken dürfen und im Einklang mit der Europäischen Konvention für Menschenrechte stehen müssen.

Die „Association of European Journalists“ hat zuletzt kritisiert, dass die italienische Regierung – laut Mitteilung des Generalanwalts an das Höchstgericht vom 17. April- an Haftstrafen für Journalisten bei Verleumdungsklagen festhalten will.

AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky betonte, dass die Medienfreiheit „nicht zum Kollateralschaden“ von Covid19 werden dürfe. Die Medienbranche habe derzeit weltweit mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Daher sollten Sonderhilfen einzelner Regierungen transparent und fair vergeben werden. Eine Vergabe von Staatshilfen – wie die Sonder-Presseförderung in Österreich – deren Höhe nach der Anzahl von gedruckten Exemplaren bemessen wurde, sei nach Angaben des EU-Kommissars für Justiz, Didier Reynders, nicht fair und möglicherweise auch unvereinbar mit EU-Wettbewerbsregeln. In Dänemark wurde die Hilfe nach der Höhe des Rückgangs des Inseratenaufkommens ausgerichtet. In Schweden gab es Sonderhilfen für regionale Medien in bevölkerungsarmen Gebieten.

Die Vergabe staatlicher Hilfszahlungen sollte auch davon abhängig gemacht werden, ob einzelne Medienunternehmen ihren Personalstand halten oder drastische Kündigungen von Medienmitarbeitern aussprechen. Die AEJ erklärte sich mit der Belegschaft der APA, wo die Geschäftsführung eine hohe Zahl von Kündigungen von Journalisten ankündigte, solidarisch. „Es ist paradox, dass in einer Situation, wo der Bedarf an seriösen Informationen wächst, vor allem Qualitätsmedien unter den Folgen der Pandemie zu leiden haben“, so Lahodynsky.

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Die Presse: Heinz Meditz / Fritz Negwer: Was die Betretungs-Verordnung wirklich verbietet und was nicht mehr

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Austria Presseagentur:

Coronavirus – Journalisten-Organisationen warnen EU vor Zensur

Utl.: Offener Brief an von der Leyen: „Covid-19 wird ausgenützt, um

unabhängige und kritische Medien zu bestrafen“ =

Budapest/Brüssel (APA) – Europäische und internationale Journalisten-Organisationen haben die EU vor einer Beschränkung der Pressefreiheit im Zuge der Corona-Pandemie gewarnt. Sie riefen am Mittwoch in einem offenen Brief an die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen insbesondere dazu auf, gegen das im Budapester Parlament liegende Notlagengesetz in Ungarn vorzugehen.

„Es ist keine Überraschung, dass Ungarn mit seiner lange belegten Unterminierung der Medienfreiheit als erstes EU-Mitgliedsland einen solchen extremen und opportunistischen Griff nach der Macht unternimmt“, heißt es in dem Schreiben. Die Journalisten-Organisationen hätten eine „tiefgreifende Besorgnis“ bezüglich der „Gefahr, dass Regierungen die Covid-19-Pandemie ausnützen, um unabhängige und kritische Medien zu bestrafen und Zugangsbeschränkungen für Medien einführen in Hinblick auf Entscheidungen und Handlungen der Regierung“.

Der Brief ging auch EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Parlamentschef David Sassoli. Unterzeichner sind unter anderen „Reporter ohne Grenzen“ (RSF), die Internationale Journalisten-Föderation (IFJ), das Internationale Presse-Institut (IPI) und die „Vereinigung der Europajournalisten“ (AEJ).

Siehe auch Link zu AEJ Europa >>>> mehr

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Albanische AEJ-Sektion: Protest gegen neues Gesetz – Einschränkung der Pressefreiheit von Online-Medien

Statement for the new law proposed by the goverment. The Association of European Journalists, the Albanian section, after being familiar with the draft proposed by the ruling majority for the new law on online media registration, expresses its concern that this draft is a “direct attack” on the freedom of online media.AEJ Albania joins the statements of 15 other associations and the OSCE position, that this draft has manyproblems and directly affects the freedom of online media. The so called anti-fake news draft, which aims to stop the spread of fake news, child pornography and news that are a risk to national security, actually reflects the demands of Prime Minister Edi Rama and not that of the Albanian public, the media community and the associations that protects them.15 associations of journalists have strongly criticized this new draft that is not yet voted by the parliament, considering it a great risk to media freedom and giving no solution to any other issues related to fake news, propaganda, hate speech and disinformation.The law has also been criticized by representatives of the European Union and the OSCE, demanding softer and less rigorous approaches. The representative of the Council of Europe said that the regulationof online media is not in line with the Council of Europe, so it is necessary to work with the other strategy on online and offline media.While the OSCE representative for the media in Tirana, Irina Radu said that people refer more to the online media, because it is cheaper and less controlled. Earlier, the OSCE’s media freedom representative Harlem Desir also called a review of the draft law proposed by the government.Feedback has also been received by the prestigious The New York Times newspaper to revisit this draft, which may affect online media freedom.The law was drafted without initial consultation with journalists‘ associations, but was kept secret until afew weeks ago. The law grants the AMA (Albanian Media Audio Visual Agency) legal authority to fine online media based on third party annexes, or order the closure of internet access in Albania, or impose fines of up to 100 houndred up to 8 million leke ( about 6500 euros max). It even gives the right AKEP an institution where the head, is also elected by political parties, to shut down online media without a proper legal procedure at the outset of a complaint by a third party, which significantly increases censorship and the risk of self-censorship in the media.Also, imposing a 20% tax on online media and 6% on television shows once again the malicious intent of this initiative by the ruling party, towards online media with critical attitudes towards it. According to the official data, the traditional media TVs are the ones that have the highest annual turnover in revenue, and may not be the less taxed. AEJ Albania points out that self-regulation is the best solution for the Albanian media, because any political interference violates its independence and has a negative impact on the country’s democracy.

For these reasons, it calls on the Government and MPs not to vote on this legal initiative and withdraw it. Its vote risks turning the country back on media freedom and not having a positive effect on the EU integration process.

Süddeutsche Zeitung:  Mord an Journalistin: Maltas Regierungschef Joseph Muscat kündigt Rücktritt an mehr

Die Presse: BVT-Skandal: Innenministerium zeigt oe24-Online-Chefredakteur an mehr

Vorarlberger Nachrichten: Peschorn lässt BVT prüfen mehr

Protest von AEJ: „Unerhörter Bespitzelungsplan“

AEJ protestiert gegen versuchte Beschlagnahme von Mobiltelefonen einer Neos-Abgeordneten und einer Journalistin.

Die „Association of European Journalists“ (AEJ) protestiert gegen den nun bekannt gewordenen Plan des „Bundesamts für Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) vom Mai 2019, die Handys der Neos-Nationalratsabgeordneten Stephanie Krisper und der „Presse“-Journalistin Anna Thalhammer zu beschlagnahmen. Damit sollten Kontakte der beiden Personen zu möglichen Informanten aus dem „Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung“ ausgekundschaftet werden. Diese Bespitzelung wurde noch in der Amtszeit des FPÖ-Politikers und Innenministers Herbert Kickl in Auftrag gegeben. „Das ist ein unerhörter Angriff auf das Redaktionsgeheimnis und die Medienfreiheit, wie man sie sonst nur von totalitären Regimen kennt“, erklärte der internationale AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky. „Und Kickl lehnte neuerlich jede Verantwortung ab, so wie er schon vom Auftrag seines Pressesprechers an Polizeidienststellen, kritische Medien nicht oder schlechter zu informieren, nichts gewusst haben will. Dieser Politiker darf nie wieder Verantwortung über ein Sicherheitsressort übernehmen.

Frankfurter Allgemeine:  Neues Gesetz : In Russland wird das Internet ab jetzt vom Staat kontrolliert mehr

Kurier:  Hunderte Festnahmen: Türkei geht hart gegen Kritiker vor mehr

Die Presse:  ÖVP versus „Falter“: Erster Verhandlungstermin im Februar mehr

Standard:  Diskussion in Wien: 10.000 Morddrohungen: Pressefreiheit immer mehr unter Beschuss mehr

Die Presse: Attentat von Halle: Gibt es Grenzen der Meinungsfreiheit? (Gastkommentar Golli Marboe)  mehr

Zeit online: Pressefreiheit: Russland macht Druck auf die Deutsche Welle mehr

Generalanzeiger Bonn:  Türkischer Journalist : Geschwister-Scholl-Preis für inhaftierten Ahmet Altan mehr

Kurier:  Prozess in Türkei: Max Zirngast freigesprochen mehr

Standard:  Prozess:  Zirngast hofft auf baldige Ausreise aus der Türkei mehr

Neue Zürcher Zeitung:  Hongkongs Pressefreiheit droht Gefahr aus mehreren Richtungen mehr

AEJ Austria (5.9.2019):

AEJ protestiert gegen Selektion von Journalisten durch ÖVP bei Pressekonferenz

Die österreichische Sektion der „Association of European Journalists“ (AEJ) protestiert gegen die Vorgangsweise der ÖVP bei der Abweisung der Falter-Journalistin Barbara Toth von einer Pressekonferenz.
„Eine Selektion von genehmen Journalisten durch eine politische Partei verstößt gegen die Medienfreiheit“, erklärt der internationale AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky. „Solche Methoden sind sonst nur in Diktaturen oder Ländern mit eingeschränkter Pressefreiheit üblich.“
Die Begründung der ÖVP-Mediensprecher, man habe nur tagesaktuelle Medien eingeladen, ist eine Ausrede und stellt die Diskriminierung von Wochenzeitungen dar.

Die Presse:  ÖVP verwehrt „Falter“-Redakteurin Zutritt: Presseclub übt Kritik mehr

Die Zeit: Türkei: Gericht lässt Sperrung regierungskritischer Website aufheben  mehr

Die Presse:  Ibiza-Video:  Zur Klarstellung! Erklärung österreichischer Chefredakteure mehr

Spiegel online:  Anklage fallen gelassen: Russischer Journalist Golunow kommt frei mehr

Handelsblatt:  „Gefahr für die Demokratie“: Australiens Polizei geht gegen Journalisten vor mehr

Tiroler Tageszeitung:  Bierlein will Interviews, aber „keine Inszenierung“ mehr

Die Presse:  Wir hätten da noch ein paar Fragen – Ein Ministerrat ohne Foyer,  warum eigentlich? (Iris Bonavida) mehr

Die Presse:  Übergangsminister sollen sich „in Bescheidenheit üben“ – Interviews nur mit Fachjournalisten mehr

Kurier:  Journalisten-Schutz: Kritik an deutschem Geheimdienstgesetz mehr

Kurier:  Zweites Orbánistan ist vorerst abgewehrt (Helmut Brandstätter) mehr

Tagesschau:  Medienfreiheit in EuropaPopulisten gegen Journalisten mehr

Die Presse:  Angriff auf regierungskritischen Journalisten in Ankara mehr

Salzburger Nachrichten:  Pressefreiheit – Van der Bellen warnt vor politischer Zensur mehr

Die Presse:  Straffreie Attacken auf die Medienfreiheit (Otmar Lahodynsky) mehr

Die Zeit online: Pressefreiheit in Österreich bedroht? Sebastian KurzEr wird dann wohl Taten sprechen lassen mehr

Kurier:  Pressefreiheit in Österreich: „Massive Verschlechterung“ mehr

Profil:  Comeback für Zensur (Otmar Lahodynsky) mehr

ÖJC:  Fall Marinowa diente Bulgarien als „Waffe gegen Medien“ mehr

Die Presse:  Türkei: Prozess gegen Max Zirngast vertagt mehr

Salzburger Nachrichten:  Prozessbeginn für Max Zirngast in Ankara mehr

Stellungnahme des Österreichischen Journalistenclubs mehr

Die Zeit:  Türkische Regierung verweigert deutschen Journalisten Akkreditierung mehr

Handelsblatt:  Österreichs Kanzler Sebastian Kurz nimmt die Medien an die kurze Leine (Hans-Peter Siebenhaar) mehr

Standard:  Journalisten gründeten Investigativ-Zentrum in Slowakei mehr

Frankfurter Allgemeine:  Keine unerlaubte Beihilfe : EuGH-Urteil: Deutscher Rundfunkbeitrag ist rechtens mehr

EurActiv:  „Totenglocke“ für ungarische Medien mehr

Standard:  Zentrales Medienimperium zu Orbáns Diensten (Gregor Mayer) mehr

Kurier:  Aus der Haft: Max Zirngast über Erdoğans Autoritarismus mehr

Kurier:  „Kritische Medien“:  Kickl übernimmt Verantwortung für brisantes Mail mehr

Die Presse:  Neue Regeln:  Nachfragen ist im Weißen Haus nur erlaubt, wenn Trump es will mehr

Neue Zürcher Zeitung:  Das Weisse Haus muss den CNN-Reporter Jim Acosta wieder zu Medienkonferenzen zulassen mehr

Frankfurter Allgemeine:  Konkurrenten : Fox News hilft CNN im Rechtsstreit mit Weißem Haus mehr

Standard:  CNN verklagt Weißes Haus wegen des Korrespondenten Acosta mehr

Die Presse:  Immobilieninvestor Benko kauft sich bei „Krone“ und „Kurier“ ein mehr

Salzburger Nachrichten:  Brief von in Türkei inhaftiertem Steirer veröffentlicht mehr

Kurier:  Trump droht mit Entzug weiterer Akkreditierung für Journalisten mehr

Die Presse:  Journalist an Wiedereinreise nach Hongkong gehindert mehr

Die Presse:  Innenministerium löschte Aussendung mit Klenk-Korrespondenz mehr

Frankfurter Allgemeine:  Brasiliens neuer Präsident : Bolsonaro greift kritische Medien an mehr

Kurier:  In Türkei inhaftierte Reporter: ÖJC wirft Regierung Untätigkeit vor mehr

Standard:  Verfolgt, verhaftet, ermordet: Blutiges Jahr für Journalisten mehr

Standard:  Erdoğan-kritischer Journalist Adil Yigit wird nicht ausgewiesen mehr

Süddeutsche:  Nach Protestaktion : Deutschland will Erdoğan-kritischen Journalisten ausweisen mehr

Kurier:  „Neuigkeitenzimmer“ statt Journalismus (Helmut Brandstätter) mehr

Salzburger Nachrichten:  Döblinger Villa:  Wie ein Hedgefonds-Star die Pressefreiheit stärkte mehr

Süddeutsche:  Pressefreiheit: „Journalismus ist nichts für Optimisten in Ungarn“ mehr

Kurier:  Khashoggi-Mord: Die schmutzigen Geschäfte mit Saudi-Arabien mehr

Salzburger Nachrichten:  Anti-Korruptions-Preis für ermordete maltesische Journalistin mehr

Kurier:  Saudi-Arabien gibt Tötung von Journalist Khashoggi zu mehr

Standard:  Mord an bulgarischer Fernsehmoderatorin: Verdächtiger gestand Tat mehr

Standard:  Mord in Bulgarien nährt Sorge um Pressefreiheit mehr

Salzburger Nachrichten:  EU will rasche Ermittlung zu Journalistenmord in Bulgarien mehr

Radio Free Liberty:  Bulgarian TV Reporter Raped, Killed In ‚Barbaric‘ Crime After Program On Alleged Corruption mehr

Standard:  Gerechtigkeit für Kickl! (Kommentar der anderen: Karl Newole, Alexander Latzenhofer) mehr

Kurier:  Türkei geht von Journalistenmord in saudischem Konsulat aus mehr

Neue Zürcher Zeitung:  Der saudische Journalist Jamal Khashoggi soll ermordet worden sein mehr

Standard:  US-österreichischer Journalist aus Nicaragua abgeschoben mehr

Kurier:  Türkei: Der saudi-arabische Journalist Khashoggi wird vermisst mehr

Standard:  Burschenschafter-Anfrage:  Minister Kickls Transparenz-Offensive  mehr

Standard:  FPÖ und Pressefreiheit: Grenze erneut überschritten (Astrid Ebenführer) mehr

Wiener Zeitung:  Was Kickl nicht versteht (Walter Hämmerle) mehr

Standard:  Alt-Bundespräsident Fischer kritisiert Vorgänge im Innenministerium  mehr

Standard:  BMI outet Anfragen von „Falter“-Chefredakteur Klenk mehr

Standard:  FPÖ-Reaktion: Causa-Kickl geht Kapsch „einen Schmarrn an“ mehr

Kleine Zeitung:  Scharfe Kritik an Kickl von IV-Präsident Kapsch mehr

ORF.at:  Erdogan bei Merkel:  Schlagabtausch über Pressefreiheit mehr

Standard:  Herr Bundeskanzler, geben Sie Informationsfreiheit! (Martin Kotynek) mehr

Kurier:  Strache: „Die Pressefreiheit ist nicht einmal im Ansatz gefährdet“ mehr

Standard:  Kritische Kommunikation mit Kickl (Michael Simoner) mehr

Die Presse:  Brüsseler Presse verurteilt „Manipulationsversuche in Österreich“ mehr

Kurier:  Medien und Politik, a schlamperte G’schicht (Martina Salomon) mehr

Kronenzeitung:  Mail aus dem BMI.  FPÖ unterstützt Kickl und ortet „Medienhatz“ mehr

ORF.at:  Umstrittene Medien-Mail:  Empörung nach Kickls Rechtfertigung mehr

Kurier:  Auslandsecho alarmierte Kurz mehr

Standard:  Opposition zerpflückt Kickls Medienpolitik im Parlament mehr

Kurier:  Herbert Kickl: Ein Minister im Attackemodus mehr

Kronenzeitung:  Misstrauensantrag:  Schreiduelle um die Pressefreiheit im Hohen Haus mehr

Die Presse:  Das Kommunikationsproblem des Innenressorts mehr

Kurier:  Van der Bellen: „Jede Einschränkung von Pressefreiheit inakzeptabel“ mehr

Standard:  Innenminister Kickl nach E-Mail-Affäre: „Pressefreiheit ist unantastbar“ mehr

Die Presse:  „Noch keine Diktatur“: Debatte über Innenministerium-Papier mehr

Frankfurter Allgemeine:  Angriff auf Pressefreiheit? : Österreichs Innenminister muss sich im Parlament verantworten mehr

Süddeutsche:  Pressefreiheit in Österreich: Dem Innenminister ist nur Propaganda genehm mehr

Die Zeit:  Ist Österreichs Pressefreiheit in Gefahr? mehr

Spiegel:  Pressefreiheit in Österreich: Innenminister distanziert sich von E-Mail seines Sprechers mehr

Daily Telegraph:  Austria accused of muzzling press after police told to withold information from critics mehr

Erklärung der Vereinigung Europäischer Journalisten (AEJ) vom 25.9.2018

AEJ:  Innenministerium darf Medienfreiheit nicht einschränken

Utl:  Einteilung in gute und böse Medien erster Schritt zur Knebelung

Die Vereinigung Europäischer Journalisten (Association of European Journalists AEJ) verurteilt scharf Pläne des Innenministeriums, die Zusammenarbeit mit unabhängigen Medien einzuschränken. Nur noch Medien, die wohlwollend über den Innenminister Herbert Kickl und die Polizeiarbeit berichten, sollten bevorzugt Informationen erhalten. Die anderen Medien sollten nur noch eingeschränkt informiert werden.

Für AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky ein klarer Angriff auf die Pressefreiheit in Österreich. „Kickl ist Wiederholungstäter. Vor einigen Worten gab es ernstzunehmende Hinweise aus dem Innenministerium, dass im Zuge der BVT-Affäre sogar Hausdurchsuchungen bei investigativen Journalisten geplant seien. Offenbar orientiert sich der Innenminister immer stärker an den bereits erfolgten Einschränkungen der Medienfreiheit in Ungarn oder Polen. Wer Medien in gute und schlechte einteilt, handelt wie ein Autokrat, nicht wie ein demokratisch gewählter Politiker.“

Die FPÖ hat schon einmal als Koalitionspartner die Informationsarbeit der von ihr besetzten Ministerien an kritische Medien eingeschränkt; in der ersten schwarz-blauen Koalition ab dem Jahr 2000. Ministeriumssprecher von FPÖ-Ministern wollten damals wochenlang unter anderem profil-Journalisten keine detaillierten Auskünfte mehr erteilen. Es gab damals auch ein gegen profil verhängtes Interview-Verbot von FPÖ-Ministern.

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Die Presse:  Innenministerium will Informationssperre für „kritische Medien“ mehr

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AEJ Greece:  Greek Journalists arrested mehr

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Neue Zürcher Zeitung:  Zu nett: «Spiegel»-Chefredaktor Klaus Brinkbäumer muss gehen mehr

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ORF.at:  New York Times:  Trump-Angriffe gefährden Journalisten mehr

Die Presse:  Trumps Privatkrieg gegen CNN an der Heimatfront: „Fake News“ mehr

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Frankfurter Allgemeine:  Antisemitismus auf Facebook : Zuckerberg will Posts von Holocaust-Leugnern nicht entfernen mehr

Die Welt:  Google vor größter Niederlage in Europa mehr

Kurier:  Angst-zerstoert-die-freiheit-der-buerger (Helmut Brandstätter)

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Frankfurter Allgemeine:  Urheberrechtsreform: Es geht um Fairness, nicht um Zensur

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Falter:  Armin Wolf: Warum ich Facebook und Twitter beliefere

Neue Zürcher Zeitung:  Fieberschuebe-der-medienbranche-haeufen-sich

Standard:  Amtsverschwiegenheit:  Wie-zwei-Urteile-das-Amtsgeheimnis-schwaechen

AEJ Europa:  Austrian newspaper editors warn on police raids and growing press freedom threats (Otmar Lahodynsky)

Christian Rainer („profil“): Ausweitung der Kampfzone

Martin Kotynek („Der Standard“): Es gilt die Pressefreiheit

Helmut Brandstätter („Kurier“): Die Meinungsfreiheit ist schnell in Gefahr!

Rainer Nowak („Die Presse“):  Herbert Kickl spielt mit dem Feuer

Esther Mitterstieler („News“):  Die Freiheit, die wir meinen

Ö1-Journal:  Reaktion von Innenministerium und Bundeskanzleramt

Die Presse:  Pressefreiheit_FPOe-weist-Stellungnahme-der-Chefredakteure-zurueck

ORF.at:  Seymour-Hersh-die-abrechnung-des-aufdeckers

18-06-23 Offener Brief an den türkischen Präsidenten

Firdevs Talk Turkey: will-the-austrian-presidency-make-a-difference-to-turkey-eu-relations

Hier informieren wir euch regelmäßig über neueste Entwicklungen in den Medien und zu Fragen der Medienfreiheit.

Die Presse:  Journalist Can Dündar in Türkei zu 27 Jahren Haft verurteilt

Puls 4:  Protest gegen Polizeigewalt in Albanien – AEJ-Journalist festgenommen mehr

Standard:  Druck auf unabhängigen Journalismus in der Türkei wächst mehr

Spiegel:  Mord an Jan Kuciak: Slowakische Polizei nimmt mächtigsten Oligarchen fest mehr

Neue Zürcher:  Frankreich: Neues Sicherheitsgesetz löst Protestwelle aus – Pressefreiheit in Gefahr  mehr

Zeit online: Menschenrechte und Meinungsfreiheit: Sacharow-Preis des Europa-Parlaments für die Opposition in Belarus mehr

Frankfurter Allgemeine:  Rechtsstaatlichkeit in der EU: Eingeknickt vor Viktor Orban? mehr

Kurier:  „Kranke Demokratie“: Orban verlangt Rücktritt der EU-Kommissions-Vizechefin mehr

Frankfurter Allgemeine: Wirecard-Skandal: Ermittlungen gegen Journalisten eingestellt mehr

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Die Presse:  Ungarn bestellt nordische Botschafter wegen „Falschnachrichten“ ein mehr

Die Presse:  „Europa muss gestärkt aus der Krise gehen“ –  die EU-Präsidenten von der Leyen, Michel und Sassoli zum Europatag am 9.Mai mehr

Die Presse:  Europatag am 9.Mai: Kurz: Forderung nach neuem EU-Vertrag „aktueller denn je“ – Kogler:  Alter Nationalismus und neuer Rechtsextremismus mehr

Vereinigung der Europa-Journalisten (AEJ)  – Aussendung von AEJ Europa, der internationalen Dachorganisation:  „Medienfreiheit darf nicht Kollateralschaden von Covid19 werden“

„Association of European Journalists“ warnt vor neuen Einschränkungen der Pressefreiheit

Zum Europatag am 9. Mai warnt die „Vereinigung Europäischer Journalisten/Association of European Journalists“ (AEJ) vor weiteren Einschränkungen der Medienfreiheit als Folge der Covid19-Krise. In mehreren EU-Ländern wurden Journalisten durch neue Vorschriften mit Strafen für die Verbreitung von Falschnachrichten im Zusammenhang mit der Seuche bedroht. In Ungarn wurden sogar für Zuwiderhandlungen mehrjährige Haftstrafen angedroht. Dabei wurde meist nicht klar geregelt, welche Institution über richtige oder falsche Informationen entscheidet.

Bereits am 25. März haben internationale Medienorganisationen -darunter AEJ -eine Petition an die drei Präsidenten der führenden EU-Institutionen geschickt. Darin wurde davor gewarnt, dass manche EU-Regierungen die Bekämpfung der Seuche zur Bestrafung und Einschränkung von unabhängigen Medien einschließlich eines limitierten Zugangs zu Pressekonferenzen und Informationen von offiziellen Stellen verwenden könnten.

Am 31. März haben zehn internationale Medienorganisationen, darunter AEJ, einen Offenen Brief an die Generalsekretärin des Europarates geschickt, mit der Forderung, dass Notmaßnahmen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Seuche nicht ohne ausreichende Begründung und Angemessenheit die Medienfreiheit einschränken dürfen und im Einklang mit der Europäischen Konvention für Menschenrechte stehen müssen.

Die „Association of European Journalists“ hat zuletzt kritisiert, dass die italienische Regierung – laut Mitteilung des Generalanwalts an das Höchstgericht vom 17. April- an Haftstrafen für Journalisten bei Verleumdungsklagen festhalten will.

AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky betonte, dass die Medienfreiheit „nicht zum Kollateralschaden“ von Covid19 werden dürfe. Die Medienbranche habe derzeit weltweit mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Daher sollten Sonderhilfen einzelner Regierungen transparent und fair vergeben werden. Eine Vergabe von Staatshilfen – wie die Sonder-Presseförderung in Österreich – deren Höhe nach der Anzahl von gedruckten Exemplaren bemessen wurde, sei nach Angaben des EU-Kommissars für Justiz, Didier Reynders, nicht fair und möglicherweise auch unvereinbar mit EU-Wettbewerbsregeln. In Dänemark wurde die Hilfe nach der Höhe des Rückgangs des Inseratenaufkommens ausgerichtet. In Schweden gab es Sonderhilfen für regionale Medien in bevölkerungsarmen Gebieten.

Die Vergabe staatlicher Hilfszahlungen sollte auch davon abhängig gemacht werden, ob einzelne Medienunternehmen ihren Personalstand halten oder drastische Kündigungen von Medienmitarbeitern aussprechen. Die AEJ erklärte sich mit der Belegschaft der APA, wo die Geschäftsführung eine hohe Zahl von Kündigungen von Journalisten ankündigte, solidarisch. „Es ist paradox, dass in einer Situation, wo der Bedarf an seriösen Informationen wächst, vor allem Qualitätsmedien unter den Folgen der Pandemie zu leiden haben“, so Lahodynsky.

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Austria Presseagentur:

Coronavirus – Journalisten-Organisationen warnen EU vor Zensur

Utl.: Offener Brief an von der Leyen: „Covid-19 wird ausgenützt, um

unabhängige und kritische Medien zu bestrafen“ =

Budapest/Brüssel (APA) – Europäische und internationale Journalisten-Organisationen haben die EU vor einer Beschränkung der Pressefreiheit im Zuge der Corona-Pandemie gewarnt. Sie riefen am Mittwoch in einem offenen Brief an die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen insbesondere dazu auf, gegen das im Budapester Parlament liegende Notlagengesetz in Ungarn vorzugehen.

„Es ist keine Überraschung, dass Ungarn mit seiner lange belegten Unterminierung der Medienfreiheit als erstes EU-Mitgliedsland einen solchen extremen und opportunistischen Griff nach der Macht unternimmt“, heißt es in dem Schreiben. Die Journalisten-Organisationen hätten eine „tiefgreifende Besorgnis“ bezüglich der „Gefahr, dass Regierungen die Covid-19-Pandemie ausnützen, um unabhängige und kritische Medien zu bestrafen und Zugangsbeschränkungen für Medien einführen in Hinblick auf Entscheidungen und Handlungen der Regierung“.

Der Brief ging auch EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Parlamentschef David Sassoli. Unterzeichner sind unter anderen „Reporter ohne Grenzen“ (RSF), die Internationale Journalisten-Föderation (IFJ), das Internationale Presse-Institut (IPI) und die „Vereinigung der Europajournalisten“ (AEJ).

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Albanische AEJ-Sektion: Protest gegen neues Gesetz – Einschränkung der Pressefreiheit von Online-Medien

Statement for the new law proposed by the goverment. The Association of European Journalists, the Albanian section, after being familiar with the draft proposed by the ruling majority for the new law on online media registration, expresses its concern that this draft is a “direct attack” on the freedom of online media.AEJ Albania joins the statements of 15 other associations and the OSCE position, that this draft has manyproblems and directly affects the freedom of online media. The so called anti-fake news draft, which aims to stop the spread of fake news, child pornography and news that are a risk to national security, actually reflects the demands of Prime Minister Edi Rama and not that of the Albanian public, the media community and the associations that protects them.15 associations of journalists have strongly criticized this new draft that is not yet voted by the parliament, considering it a great risk to media freedom and giving no solution to any other issues related to fake news, propaganda, hate speech and disinformation.The law has also been criticized by representatives of the European Union and the OSCE, demanding softer and less rigorous approaches. The representative of the Council of Europe said that the regulationof online media is not in line with the Council of Europe, so it is necessary to work with the other strategy on online and offline media.While the OSCE representative for the media in Tirana, Irina Radu said that people refer more to the online media, because it is cheaper and less controlled. Earlier, the OSCE’s media freedom representative Harlem Desir also called a review of the draft law proposed by the government.Feedback has also been received by the prestigious The New York Times newspaper to revisit this draft, which may affect online media freedom.The law was drafted without initial consultation with journalists‘ associations, but was kept secret until afew weeks ago. The law grants the AMA (Albanian Media Audio Visual Agency) legal authority to fine online media based on third party annexes, or order the closure of internet access in Albania, or impose fines of up to 100 houndred up to 8 million leke ( about 6500 euros max). It even gives the right AKEP an institution where the head, is also elected by political parties, to shut down online media without a proper legal procedure at the outset of a complaint by a third party, which significantly increases censorship and the risk of self-censorship in the media.Also, imposing a 20% tax on online media and 6% on television shows once again the malicious intent of this initiative by the ruling party, towards online media with critical attitudes towards it. According to the official data, the traditional media TVs are the ones that have the highest annual turnover in revenue, and may not be the less taxed. AEJ Albania points out that self-regulation is the best solution for the Albanian media, because any political interference violates its independence and has a negative impact on the country’s democracy.

For these reasons, it calls on the Government and MPs not to vote on this legal initiative and withdraw it. Its vote risks turning the country back on media freedom and not having a positive effect on the EU integration process.

Süddeutsche Zeitung:  Mord an Journalistin: Maltas Regierungschef Joseph Muscat kündigt Rücktritt an mehr

Die Presse: BVT-Skandal: Innenministerium zeigt oe24-Online-Chefredakteur an mehr

Vorarlberger Nachrichten: Peschorn lässt BVT prüfen mehr

Protest von AEJ: „Unerhörter Bespitzelungsplan“

AEJ protestiert gegen versuchte Beschlagnahme von Mobiltelefonen einer Neos-Abgeordneten und einer Journalistin.

Die „Association of European Journalists“ (AEJ) protestiert gegen den nun bekannt gewordenen Plan des „Bundesamts für Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) vom Mai 2019, die Handys der Neos-Nationalratsabgeordneten Stephanie Krisper und der „Presse“-Journalistin Anna Thalhammer zu beschlagnahmen. Damit sollten Kontakte der beiden Personen zu möglichen Informanten aus dem „Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung“ ausgekundschaftet werden. Diese Bespitzelung wurde noch in der Amtszeit des FPÖ-Politikers und Innenministers Herbert Kickl in Auftrag gegeben. „Das ist ein unerhörter Angriff auf das Redaktionsgeheimnis und die Medienfreiheit, wie man sie sonst nur von totalitären Regimen kennt“, erklärte der internationale AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky. „Und Kickl lehnte neuerlich jede Verantwortung ab, so wie er schon vom Auftrag seines Pressesprechers an Polizeidienststellen, kritische Medien nicht oder schlechter zu informieren, nichts gewusst haben will. Dieser Politiker darf nie wieder Verantwortung über ein Sicherheitsressort übernehmen.

Frankfurter Allgemeine:  Neues Gesetz : In Russland wird das Internet ab jetzt vom Staat kontrolliert mehr

Kurier:  Hunderte Festnahmen: Türkei geht hart gegen Kritiker vor mehr

Die Presse:  ÖVP versus „Falter“: Erster Verhandlungstermin im Februar mehr

Standard:  Diskussion in Wien: 10.000 Morddrohungen: Pressefreiheit immer mehr unter Beschuss mehr

Die Presse: Attentat von Halle: Gibt es Grenzen der Meinungsfreiheit? (Gastkommentar Golli Marboe)  mehr

Zeit online: Pressefreiheit: Russland macht Druck auf die Deutsche Welle mehr

Generalanzeiger Bonn:  Türkischer Journalist : Geschwister-Scholl-Preis für inhaftierten Ahmet Altan mehr

Kurier:  Prozess in Türkei: Max Zirngast freigesprochen mehr

Standard:  Prozess:  Zirngast hofft auf baldige Ausreise aus der Türkei mehr

Neue Zürcher Zeitung:  Hongkongs Pressefreiheit droht Gefahr aus mehreren Richtungen mehr

AEJ Austria (5.9.2019):

AEJ protestiert gegen Selektion von Journalisten durch ÖVP bei Pressekonferenz

Die österreichische Sektion der „Association of European Journalists“ (AEJ) protestiert gegen die Vorgangsweise der ÖVP bei der Abweisung der Falter-Journalistin Barbara Toth von einer Pressekonferenz.
„Eine Selektion von genehmen Journalisten durch eine politische Partei verstößt gegen die Medienfreiheit“, erklärt der internationale AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky. „Solche Methoden sind sonst nur in Diktaturen oder Ländern mit eingeschränkter Pressefreiheit üblich.“
Die Begründung der ÖVP-Mediensprecher, man habe nur tagesaktuelle Medien eingeladen, ist eine Ausrede und stellt die Diskriminierung von Wochenzeitungen dar.

Die Presse:  ÖVP verwehrt „Falter“-Redakteurin Zutritt: Presseclub übt Kritik mehr

Die Zeit: Türkei: Gericht lässt Sperrung regierungskritischer Website aufheben  mehr

Die Presse:  Ibiza-Video:  Zur Klarstellung! Erklärung österreichischer Chefredakteure mehr

Spiegel online:  Anklage fallen gelassen: Russischer Journalist Golunow kommt frei mehr

Handelsblatt:  „Gefahr für die Demokratie“: Australiens Polizei geht gegen Journalisten vor mehr

Tiroler Tageszeitung:  Bierlein will Interviews, aber „keine Inszenierung“ mehr

Die Presse:  Wir hätten da noch ein paar Fragen – Ein Ministerrat ohne Foyer,  warum eigentlich? (Iris Bonavida) mehr

Die Presse:  Übergangsminister sollen sich „in Bescheidenheit üben“ – Interviews nur mit Fachjournalisten mehr

Kurier:  Journalisten-Schutz: Kritik an deutschem Geheimdienstgesetz mehr

Kurier:  Zweites Orbánistan ist vorerst abgewehrt (Helmut Brandstätter) mehr

Tagesschau:  Medienfreiheit in EuropaPopulisten gegen Journalisten mehr

Die Presse:  Angriff auf regierungskritischen Journalisten in Ankara mehr

Salzburger Nachrichten:  Pressefreiheit – Van der Bellen warnt vor politischer Zensur mehr

Die Presse:  Straffreie Attacken auf die Medienfreiheit (Otmar Lahodynsky) mehr

Die Zeit online: Pressefreiheit in Österreich bedroht? Sebastian KurzEr wird dann wohl Taten sprechen lassen mehr

Kurier:  Pressefreiheit in Österreich: „Massive Verschlechterung“ mehr

Profil:  Comeback für Zensur (Otmar Lahodynsky) mehr

ÖJC:  Fall Marinowa diente Bulgarien als „Waffe gegen Medien“ mehr

Die Presse:  Türkei: Prozess gegen Max Zirngast vertagt mehr

Salzburger Nachrichten:  Prozessbeginn für Max Zirngast in Ankara mehr

Stellungnahme des Österreichischen Journalistenclubs mehr

Die Zeit:  Türkische Regierung verweigert deutschen Journalisten Akkreditierung mehr

Handelsblatt:  Österreichs Kanzler Sebastian Kurz nimmt die Medien an die kurze Leine (Hans-Peter Siebenhaar) mehr

Standard:  Journalisten gründeten Investigativ-Zentrum in Slowakei mehr

Frankfurter Allgemeine:  Keine unerlaubte Beihilfe : EuGH-Urteil: Deutscher Rundfunkbeitrag ist rechtens mehr

EurActiv:  „Totenglocke“ für ungarische Medien mehr

Standard:  Zentrales Medienimperium zu Orbáns Diensten (Gregor Mayer) mehr

Kurier:  Aus der Haft: Max Zirngast über Erdoğans Autoritarismus mehr

Kurier:  „Kritische Medien“:  Kickl übernimmt Verantwortung für brisantes Mail mehr

Die Presse:  Neue Regeln:  Nachfragen ist im Weißen Haus nur erlaubt, wenn Trump es will mehr

Neue Zürcher Zeitung:  Das Weisse Haus muss den CNN-Reporter Jim Acosta wieder zu Medienkonferenzen zulassen mehr

Frankfurter Allgemeine:  Konkurrenten : Fox News hilft CNN im Rechtsstreit mit Weißem Haus mehr

Standard:  CNN verklagt Weißes Haus wegen des Korrespondenten Acosta mehr

Die Presse:  Immobilieninvestor Benko kauft sich bei „Krone“ und „Kurier“ ein mehr

Salzburger Nachrichten:  Brief von in Türkei inhaftiertem Steirer veröffentlicht mehr

Kurier:  Trump droht mit Entzug weiterer Akkreditierung für Journalisten mehr

Die Presse:  Journalist an Wiedereinreise nach Hongkong gehindert mehr

Die Presse:  Innenministerium löschte Aussendung mit Klenk-Korrespondenz mehr

Frankfurter Allgemeine:  Brasiliens neuer Präsident : Bolsonaro greift kritische Medien an mehr

Kurier:  In Türkei inhaftierte Reporter: ÖJC wirft Regierung Untätigkeit vor mehr

Standard:  Verfolgt, verhaftet, ermordet: Blutiges Jahr für Journalisten mehr

Standard:  Erdoğan-kritischer Journalist Adil Yigit wird nicht ausgewiesen mehr

Süddeutsche:  Nach Protestaktion : Deutschland will Erdoğan-kritischen Journalisten ausweisen mehr

Kurier:  „Neuigkeitenzimmer“ statt Journalismus (Helmut Brandstätter) mehr

Salzburger Nachrichten:  Döblinger Villa:  Wie ein Hedgefonds-Star die Pressefreiheit stärkte mehr

Süddeutsche:  Pressefreiheit: „Journalismus ist nichts für Optimisten in Ungarn“ mehr

Kurier:  Khashoggi-Mord: Die schmutzigen Geschäfte mit Saudi-Arabien mehr

Salzburger Nachrichten:  Anti-Korruptions-Preis für ermordete maltesische Journalistin mehr

Kurier:  Saudi-Arabien gibt Tötung von Journalist Khashoggi zu mehr

Standard:  Mord an bulgarischer Fernsehmoderatorin: Verdächtiger gestand Tat mehr

Standard:  Mord in Bulgarien nährt Sorge um Pressefreiheit mehr

Salzburger Nachrichten:  EU will rasche Ermittlung zu Journalistenmord in Bulgarien mehr

Radio Free Liberty:  Bulgarian TV Reporter Raped, Killed In ‚Barbaric‘ Crime After Program On Alleged Corruption mehr

Standard:  Gerechtigkeit für Kickl! (Kommentar der anderen: Karl Newole, Alexander Latzenhofer) mehr

Kurier:  Türkei geht von Journalistenmord in saudischem Konsulat aus mehr

Neue Zürcher Zeitung:  Der saudische Journalist Jamal Khashoggi soll ermordet worden sein mehr

Standard:  US-österreichischer Journalist aus Nicaragua abgeschoben mehr

Kurier:  Türkei: Der saudi-arabische Journalist Khashoggi wird vermisst mehr

Standard:  Burschenschafter-Anfrage:  Minister Kickls Transparenz-Offensive  mehr

Standard:  FPÖ und Pressefreiheit: Grenze erneut überschritten (Astrid Ebenführer) mehr

Wiener Zeitung:  Was Kickl nicht versteht (Walter Hämmerle) mehr

Standard:  Alt-Bundespräsident Fischer kritisiert Vorgänge im Innenministerium  mehr

Standard:  BMI outet Anfragen von „Falter“-Chefredakteur Klenk mehr

Standard:  FPÖ-Reaktion: Causa-Kickl geht Kapsch „einen Schmarrn an“ mehr

Kleine Zeitung:  Scharfe Kritik an Kickl von IV-Präsident Kapsch mehr

ORF.at:  Erdogan bei Merkel:  Schlagabtausch über Pressefreiheit mehr

Standard:  Herr Bundeskanzler, geben Sie Informationsfreiheit! (Martin Kotynek) mehr

Kurier:  Strache: „Die Pressefreiheit ist nicht einmal im Ansatz gefährdet“ mehr

Standard:  Kritische Kommunikation mit Kickl (Michael Simoner) mehr

Die Presse:  Brüsseler Presse verurteilt „Manipulationsversuche in Österreich“ mehr

Kurier:  Medien und Politik, a schlamperte G’schicht (Martina Salomon) mehr

Kronenzeitung:  Mail aus dem BMI.  FPÖ unterstützt Kickl und ortet „Medienhatz“ mehr

ORF.at:  Umstrittene Medien-Mail:  Empörung nach Kickls Rechtfertigung mehr

Kurier:  Auslandsecho alarmierte Kurz mehr

Standard:  Opposition zerpflückt Kickls Medienpolitik im Parlament mehr

Kurier:  Herbert Kickl: Ein Minister im Attackemodus mehr

Kronenzeitung:  Misstrauensantrag:  Schreiduelle um die Pressefreiheit im Hohen Haus mehr

Die Presse:  Das Kommunikationsproblem des Innenressorts mehr

Kurier:  Van der Bellen: „Jede Einschränkung von Pressefreiheit inakzeptabel“ mehr

Standard:  Innenminister Kickl nach E-Mail-Affäre: „Pressefreiheit ist unantastbar“ mehr

Die Presse:  „Noch keine Diktatur“: Debatte über Innenministerium-Papier mehr

Frankfurter Allgemeine:  Angriff auf Pressefreiheit? : Österreichs Innenminister muss sich im Parlament verantworten mehr

Süddeutsche:  Pressefreiheit in Österreich: Dem Innenminister ist nur Propaganda genehm mehr

Die Zeit:  Ist Österreichs Pressefreiheit in Gefahr? mehr

Spiegel:  Pressefreiheit in Österreich: Innenminister distanziert sich von E-Mail seines Sprechers mehr

Daily Telegraph:  Austria accused of muzzling press after police told to withold information from critics mehr

Erklärung der Vereinigung Europäischer Journalisten (AEJ) vom 25.9.2018

AEJ:  Innenministerium darf Medienfreiheit nicht einschränken

Utl:  Einteilung in gute und böse Medien erster Schritt zur Knebelung

Die Vereinigung Europäischer Journalisten (Association of European Journalists AEJ) verurteilt scharf Pläne des Innenministeriums, die Zusammenarbeit mit unabhängigen Medien einzuschränken. Nur noch Medien, die wohlwollend über den Innenminister Herbert Kickl und die Polizeiarbeit berichten, sollten bevorzugt Informationen erhalten. Die anderen Medien sollten nur noch eingeschränkt informiert werden.

Für AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky ein klarer Angriff auf die Pressefreiheit in Österreich. „Kickl ist Wiederholungstäter. Vor einigen Worten gab es ernstzunehmende Hinweise aus dem Innenministerium, dass im Zuge der BVT-Affäre sogar Hausdurchsuchungen bei investigativen Journalisten geplant seien. Offenbar orientiert sich der Innenminister immer stärker an den bereits erfolgten Einschränkungen der Medienfreiheit in Ungarn oder Polen. Wer Medien in gute und schlechte einteilt, handelt wie ein Autokrat, nicht wie ein demokratisch gewählter Politiker.“

Die FPÖ hat schon einmal als Koalitionspartner die Informationsarbeit der von ihr besetzten Ministerien an kritische Medien eingeschränkt; in der ersten schwarz-blauen Koalition ab dem Jahr 2000. Ministeriumssprecher von FPÖ-Ministern wollten damals wochenlang unter anderem profil-Journalisten keine detaillierten Auskünfte mehr erteilen. Es gab damals auch ein gegen profil verhängtes Interview-Verbot von FPÖ-Ministern.

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Die Presse:  Innenministerium will Informationssperre für „kritische Medien“ mehr

Standard:  Innenministerium beschränkt Infos für „kritische Medien“ mehr

Standard:  Innenminister Kickl greift die Medienfreiheit frontal an (Michael Möseneder)

Kurier:  Geheimpapier: Kickls brisante Medienkontrolle mehr

Kurier:  Kickls Propaganda kommt durcheinander (Helmut Brandstätter) mehr

AEJ Greece:  Greek Journalists arrested mehr

Kleine Zeitung:  Ankara: Online-Petition für inhaftierten Österreicher mehr

Standard:  Türkische Justiz nutzt in Fall Zirngast maximale Festhaltezeit mehr

Kurier:  Türkei: Polizeigewahrsam für festgenommenem Österreicher verlängert mehr

Standard:  Journalist festgenommen: Österreich fordert von Türkei Klarheit über verhafteten Steirer mehr

Salzburger Nachrichten:  Sieben Jahre Haft für Reuters-Journalisten in Myanmar mehr

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Neue Zürcher Zeitung:  Zu nett: «Spiegel»-Chefredaktor Klaus Brinkbäumer muss gehen mehr

Frankfurter Allgemeine:  Bundesjustizministerin Barley : „Die Vorgänge in Sachsen sind wirklich besorgniserregend“ mehr

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Kurier:  Wie versucht wird, Wahlergebnisse zu beeinflussen mehr

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Salzburger Nachrichten:  Facebook-Kampagne zur Beeinflussung vor US-Wahl aufgedeckt mehr

ORF.at:  New York Times:  Trump-Angriffe gefährden Journalisten mehr

Die Presse:  Trumps Privatkrieg gegen CNN an der Heimatfront: „Fake News“ mehr

Frankfurter Allgemeine:  Nach Datenskandal : Facebook verliert mehr als 100 Milliarden Dollar Börsenwert mehr

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Der Spiegel:  Medien in Trump-Zeiten: Berichterstattung und Haltung kann man nicht trennen (Sascha Lobo) mehr

Frankfurter Allgemeine:  Antisemitismus auf Facebook : Zuckerberg will Posts von Holocaust-Leugnern nicht entfernen mehr

Die Welt:  Google vor größter Niederlage in Europa mehr

Kurier:  Angst-zerstoert-die-freiheit-der-buerger (Helmut Brandstätter)

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Frankfurter Allgemeine:  Urheberrechtsreform: Es geht um Fairness, nicht um Zensur

Die Presse:  Grossbritannien-verhaengt-Hoechststrafe-gegen-Facebook

Falter:  Armin Wolf: Warum ich Facebook und Twitter beliefere

Neue Zürcher Zeitung:  Fieberschuebe-der-medienbranche-haeufen-sich

Standard:  Amtsverschwiegenheit:  Wie-zwei-Urteile-das-Amtsgeheimnis-schwaechen

AEJ Europa:  Austrian newspaper editors warn on police raids and growing press freedom threats (Otmar Lahodynsky)

Christian Rainer („profil“): Ausweitung der Kampfzone

Martin Kotynek („Der Standard“): Es gilt die Pressefreiheit

Helmut Brandstätter („Kurier“): Die Meinungsfreiheit ist schnell in Gefahr!

Rainer Nowak („Die Presse“):  Herbert Kickl spielt mit dem Feuer

Esther Mitterstieler („News“):  Die Freiheit, die wir meinen

Ö1-Journal:  Reaktion von Innenministerium und Bundeskanzleramt

Die Presse:  Pressefreiheit_FPOe-weist-Stellungnahme-der-Chefredakteure-zurueck

ORF.at:  Seymour-Hersh-die-abrechnung-des-aufdeckers

18-06-23 Offener Brief an den türkischen Präsidenten

Firdevs Talk Turkey: will-the-austrian-presidency-make-a-difference-to-turkey-eu-relations

Puls 4:  Protest gegen Polizeigewalt in Albanien – AEJ-Journalist festgenommen mehr

Standard:  Druck auf unabhängigen Journalismus in der Türkei wächst mehr

Spiegel:  Mord an Jan Kuciak: Slowakische Polizei nimmt mächtigsten Oligarchen fest mehr

Neue Zürcher:  Frankreich: Neues Sicherheitsgesetz löst Protestwelle aus – Pressefreiheit in Gefahr  mehr

Zeit online: Menschenrechte und Meinungsfreiheit: Sacharow-Preis des Europa-Parlaments für die Opposition in Belarus mehr

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Die Presse:  Europatag am 9.Mai: Kurz: Forderung nach neuem EU-Vertrag „aktueller denn je“ – Kogler:  Alter Nationalismus und neuer Rechtsextremismus mehr

Vereinigung der Europa-Journalisten (AEJ)  – Aussendung von AEJ Europa, der internationalen Dachorganisation:  „Medienfreiheit darf nicht Kollateralschaden von Covid19 werden“

„Association of European Journalists“ warnt vor neuen Einschränkungen der Pressefreiheit

Zum Europatag am 9. Mai warnt die „Vereinigung Europäischer Journalisten/Association of European Journalists“ (AEJ) vor weiteren Einschränkungen der Medienfreiheit als Folge der Covid19-Krise. In mehreren EU-Ländern wurden Journalisten durch neue Vorschriften mit Strafen für die Verbreitung von Falschnachrichten im Zusammenhang mit der Seuche bedroht. In Ungarn wurden sogar für Zuwiderhandlungen mehrjährige Haftstrafen angedroht. Dabei wurde meist nicht klar geregelt, welche Institution über richtige oder falsche Informationen entscheidet.

Bereits am 25. März haben internationale Medienorganisationen -darunter AEJ -eine Petition an die drei Präsidenten der führenden EU-Institutionen geschickt. Darin wurde davor gewarnt, dass manche EU-Regierungen die Bekämpfung der Seuche zur Bestrafung und Einschränkung von unabhängigen Medien einschließlich eines limitierten Zugangs zu Pressekonferenzen und Informationen von offiziellen Stellen verwenden könnten.

Am 31. März haben zehn internationale Medienorganisationen, darunter AEJ, einen Offenen Brief an die Generalsekretärin des Europarates geschickt, mit der Forderung, dass Notmaßnahmen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Seuche nicht ohne ausreichende Begründung und Angemessenheit die Medienfreiheit einschränken dürfen und im Einklang mit der Europäischen Konvention für Menschenrechte stehen müssen.

Die „Association of European Journalists“ hat zuletzt kritisiert, dass die italienische Regierung – laut Mitteilung des Generalanwalts an das Höchstgericht vom 17. April- an Haftstrafen für Journalisten bei Verleumdungsklagen festhalten will.

AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky betonte, dass die Medienfreiheit „nicht zum Kollateralschaden“ von Covid19 werden dürfe. Die Medienbranche habe derzeit weltweit mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Daher sollten Sonderhilfen einzelner Regierungen transparent und fair vergeben werden. Eine Vergabe von Staatshilfen – wie die Sonder-Presseförderung in Österreich – deren Höhe nach der Anzahl von gedruckten Exemplaren bemessen wurde, sei nach Angaben des EU-Kommissars für Justiz, Didier Reynders, nicht fair und möglicherweise auch unvereinbar mit EU-Wettbewerbsregeln. In Dänemark wurde die Hilfe nach der Höhe des Rückgangs des Inseratenaufkommens ausgerichtet. In Schweden gab es Sonderhilfen für regionale Medien in bevölkerungsarmen Gebieten.

Die Vergabe staatlicher Hilfszahlungen sollte auch davon abhängig gemacht werden, ob einzelne Medienunternehmen ihren Personalstand halten oder drastische Kündigungen von Medienmitarbeitern aussprechen. Die AEJ erklärte sich mit der Belegschaft der APA, wo die Geschäftsführung eine hohe Zahl von Kündigungen von Journalisten ankündigte, solidarisch. „Es ist paradox, dass in einer Situation, wo der Bedarf an seriösen Informationen wächst, vor allem Qualitätsmedien unter den Folgen der Pandemie zu leiden haben“, so Lahodynsky.

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Die Presse: Heinz Meditz / Fritz Negwer: Was die Betretungs-Verordnung wirklich verbietet und was nicht mehr

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Austria Presseagentur:

Coronavirus – Journalisten-Organisationen warnen EU vor Zensur

Utl.: Offener Brief an von der Leyen: „Covid-19 wird ausgenützt, um

unabhängige und kritische Medien zu bestrafen“ =

Budapest/Brüssel (APA) – Europäische und internationale Journalisten-Organisationen haben die EU vor einer Beschränkung der Pressefreiheit im Zuge der Corona-Pandemie gewarnt. Sie riefen am Mittwoch in einem offenen Brief an die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen insbesondere dazu auf, gegen das im Budapester Parlament liegende Notlagengesetz in Ungarn vorzugehen.

„Es ist keine Überraschung, dass Ungarn mit seiner lange belegten Unterminierung der Medienfreiheit als erstes EU-Mitgliedsland einen solchen extremen und opportunistischen Griff nach der Macht unternimmt“, heißt es in dem Schreiben. Die Journalisten-Organisationen hätten eine „tiefgreifende Besorgnis“ bezüglich der „Gefahr, dass Regierungen die Covid-19-Pandemie ausnützen, um unabhängige und kritische Medien zu bestrafen und Zugangsbeschränkungen für Medien einführen in Hinblick auf Entscheidungen und Handlungen der Regierung“.

Der Brief ging auch EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Parlamentschef David Sassoli. Unterzeichner sind unter anderen „Reporter ohne Grenzen“ (RSF), die Internationale Journalisten-Föderation (IFJ), das Internationale Presse-Institut (IPI) und die „Vereinigung der Europajournalisten“ (AEJ).

Siehe auch Link zu AEJ Europa >>>> mehr

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Albanische AEJ-Sektion: Protest gegen neues Gesetz – Einschränkung der Pressefreiheit von Online-Medien

Statement for the new law proposed by the goverment. The Association of European Journalists, the Albanian section, after being familiar with the draft proposed by the ruling majority for the new law on online media registration, expresses its concern that this draft is a “direct attack” on the freedom of online media.AEJ Albania joins the statements of 15 other associations and the OSCE position, that this draft has manyproblems and directly affects the freedom of online media. The so called anti-fake news draft, which aims to stop the spread of fake news, child pornography and news that are a risk to national security, actually reflects the demands of Prime Minister Edi Rama and not that of the Albanian public, the media community and the associations that protects them.15 associations of journalists have strongly criticized this new draft that is not yet voted by the parliament, considering it a great risk to media freedom and giving no solution to any other issues related to fake news, propaganda, hate speech and disinformation.The law has also been criticized by representatives of the European Union and the OSCE, demanding softer and less rigorous approaches. The representative of the Council of Europe said that the regulationof online media is not in line with the Council of Europe, so it is necessary to work with the other strategy on online and offline media.While the OSCE representative for the media in Tirana, Irina Radu said that people refer more to the online media, because it is cheaper and less controlled. Earlier, the OSCE’s media freedom representative Harlem Desir also called a review of the draft law proposed by the government.Feedback has also been received by the prestigious The New York Times newspaper to revisit this draft, which may affect online media freedom.The law was drafted without initial consultation with journalists‘ associations, but was kept secret until afew weeks ago. The law grants the AMA (Albanian Media Audio Visual Agency) legal authority to fine online media based on third party annexes, or order the closure of internet access in Albania, or impose fines of up to 100 houndred up to 8 million leke ( about 6500 euros max). It even gives the right AKEP an institution where the head, is also elected by political parties, to shut down online media without a proper legal procedure at the outset of a complaint by a third party, which significantly increases censorship and the risk of self-censorship in the media.Also, imposing a 20% tax on online media and 6% on television shows once again the malicious intent of this initiative by the ruling party, towards online media with critical attitudes towards it. According to the official data, the traditional media TVs are the ones that have the highest annual turnover in revenue, and may not be the less taxed. AEJ Albania points out that self-regulation is the best solution for the Albanian media, because any political interference violates its independence and has a negative impact on the country’s democracy.

For these reasons, it calls on the Government and MPs not to vote on this legal initiative and withdraw it. Its vote risks turning the country back on media freedom and not having a positive effect on the EU integration process.

Süddeutsche Zeitung:  Mord an Journalistin: Maltas Regierungschef Joseph Muscat kündigt Rücktritt an mehr

Die Presse: BVT-Skandal: Innenministerium zeigt oe24-Online-Chefredakteur an mehr

Vorarlberger Nachrichten: Peschorn lässt BVT prüfen mehr

Protest von AEJ: „Unerhörter Bespitzelungsplan“

AEJ protestiert gegen versuchte Beschlagnahme von Mobiltelefonen einer Neos-Abgeordneten und einer Journalistin.

Die „Association of European Journalists“ (AEJ) protestiert gegen den nun bekannt gewordenen Plan des „Bundesamts für Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) vom Mai 2019, die Handys der Neos-Nationalratsabgeordneten Stephanie Krisper und der „Presse“-Journalistin Anna Thalhammer zu beschlagnahmen. Damit sollten Kontakte der beiden Personen zu möglichen Informanten aus dem „Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung“ ausgekundschaftet werden. Diese Bespitzelung wurde noch in der Amtszeit des FPÖ-Politikers und Innenministers Herbert Kickl in Auftrag gegeben. „Das ist ein unerhörter Angriff auf das Redaktionsgeheimnis und die Medienfreiheit, wie man sie sonst nur von totalitären Regimen kennt“, erklärte der internationale AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky. „Und Kickl lehnte neuerlich jede Verantwortung ab, so wie er schon vom Auftrag seines Pressesprechers an Polizeidienststellen, kritische Medien nicht oder schlechter zu informieren, nichts gewusst haben will. Dieser Politiker darf nie wieder Verantwortung über ein Sicherheitsressort übernehmen.

Frankfurter Allgemeine:  Neues Gesetz : In Russland wird das Internet ab jetzt vom Staat kontrolliert mehr

Kurier:  Hunderte Festnahmen: Türkei geht hart gegen Kritiker vor mehr

Die Presse:  ÖVP versus „Falter“: Erster Verhandlungstermin im Februar mehr

Standard:  Diskussion in Wien: 10.000 Morddrohungen: Pressefreiheit immer mehr unter Beschuss mehr

Die Presse: Attentat von Halle: Gibt es Grenzen der Meinungsfreiheit? (Gastkommentar Golli Marboe)  mehr

Zeit online: Pressefreiheit: Russland macht Druck auf die Deutsche Welle mehr

Generalanzeiger Bonn:  Türkischer Journalist : Geschwister-Scholl-Preis für inhaftierten Ahmet Altan mehr

Kurier:  Prozess in Türkei: Max Zirngast freigesprochen mehr

Standard:  Prozess:  Zirngast hofft auf baldige Ausreise aus der Türkei mehr

Neue Zürcher Zeitung:  Hongkongs Pressefreiheit droht Gefahr aus mehreren Richtungen mehr

AEJ Austria (5.9.2019):

AEJ protestiert gegen Selektion von Journalisten durch ÖVP bei Pressekonferenz

Die österreichische Sektion der „Association of European Journalists“ (AEJ) protestiert gegen die Vorgangsweise der ÖVP bei der Abweisung der Falter-Journalistin Barbara Toth von einer Pressekonferenz.
„Eine Selektion von genehmen Journalisten durch eine politische Partei verstößt gegen die Medienfreiheit“, erklärt der internationale AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky. „Solche Methoden sind sonst nur in Diktaturen oder Ländern mit eingeschränkter Pressefreiheit üblich.“
Die Begründung der ÖVP-Mediensprecher, man habe nur tagesaktuelle Medien eingeladen, ist eine Ausrede und stellt die Diskriminierung von Wochenzeitungen dar.

Die Presse:  ÖVP verwehrt „Falter“-Redakteurin Zutritt: Presseclub übt Kritik mehr

Die Zeit: Türkei: Gericht lässt Sperrung regierungskritischer Website aufheben  mehr

Die Presse:  Ibiza-Video:  Zur Klarstellung! Erklärung österreichischer Chefredakteure mehr

Spiegel online:  Anklage fallen gelassen: Russischer Journalist Golunow kommt frei mehr

Handelsblatt:  „Gefahr für die Demokratie“: Australiens Polizei geht gegen Journalisten vor mehr

Tiroler Tageszeitung:  Bierlein will Interviews, aber „keine Inszenierung“ mehr

Die Presse:  Wir hätten da noch ein paar Fragen – Ein Ministerrat ohne Foyer,  warum eigentlich? (Iris Bonavida) mehr

Die Presse:  Übergangsminister sollen sich „in Bescheidenheit üben“ – Interviews nur mit Fachjournalisten mehr

Kurier:  Journalisten-Schutz: Kritik an deutschem Geheimdienstgesetz mehr

Kurier:  Zweites Orbánistan ist vorerst abgewehrt (Helmut Brandstätter) mehr

Tagesschau:  Medienfreiheit in EuropaPopulisten gegen Journalisten mehr

Die Presse:  Angriff auf regierungskritischen Journalisten in Ankara mehr

Salzburger Nachrichten:  Pressefreiheit – Van der Bellen warnt vor politischer Zensur mehr

Die Presse:  Straffreie Attacken auf die Medienfreiheit (Otmar Lahodynsky) mehr

Die Zeit online: Pressefreiheit in Österreich bedroht? Sebastian KurzEr wird dann wohl Taten sprechen lassen mehr

Kurier:  Pressefreiheit in Österreich: „Massive Verschlechterung“ mehr

Profil:  Comeback für Zensur (Otmar Lahodynsky) mehr

ÖJC:  Fall Marinowa diente Bulgarien als „Waffe gegen Medien“ mehr

Die Presse:  Türkei: Prozess gegen Max Zirngast vertagt mehr

Salzburger Nachrichten:  Prozessbeginn für Max Zirngast in Ankara mehr

Stellungnahme des Österreichischen Journalistenclubs mehr

Die Zeit:  Türkische Regierung verweigert deutschen Journalisten Akkreditierung mehr

Handelsblatt:  Österreichs Kanzler Sebastian Kurz nimmt die Medien an die kurze Leine (Hans-Peter Siebenhaar) mehr

Standard:  Journalisten gründeten Investigativ-Zentrum in Slowakei mehr

Frankfurter Allgemeine:  Keine unerlaubte Beihilfe : EuGH-Urteil: Deutscher Rundfunkbeitrag ist rechtens mehr

EurActiv:  „Totenglocke“ für ungarische Medien mehr

Standard:  Zentrales Medienimperium zu Orbáns Diensten (Gregor Mayer) mehr

Kurier:  Aus der Haft: Max Zirngast über Erdoğans Autoritarismus mehr

Kurier:  „Kritische Medien“:  Kickl übernimmt Verantwortung für brisantes Mail mehr

Die Presse:  Neue Regeln:  Nachfragen ist im Weißen Haus nur erlaubt, wenn Trump es will mehr

Neue Zürcher Zeitung:  Das Weisse Haus muss den CNN-Reporter Jim Acosta wieder zu Medienkonferenzen zulassen mehr

Frankfurter Allgemeine:  Konkurrenten : Fox News hilft CNN im Rechtsstreit mit Weißem Haus mehr

Standard:  CNN verklagt Weißes Haus wegen des Korrespondenten Acosta mehr

Die Presse:  Immobilieninvestor Benko kauft sich bei „Krone“ und „Kurier“ ein mehr

Salzburger Nachrichten:  Brief von in Türkei inhaftiertem Steirer veröffentlicht mehr

Kurier:  Trump droht mit Entzug weiterer Akkreditierung für Journalisten mehr

Die Presse:  Journalist an Wiedereinreise nach Hongkong gehindert mehr

Die Presse:  Innenministerium löschte Aussendung mit Klenk-Korrespondenz mehr

Frankfurter Allgemeine:  Brasiliens neuer Präsident : Bolsonaro greift kritische Medien an mehr

Kurier:  In Türkei inhaftierte Reporter: ÖJC wirft Regierung Untätigkeit vor mehr

Standard:  Verfolgt, verhaftet, ermordet: Blutiges Jahr für Journalisten mehr

Standard:  Erdoğan-kritischer Journalist Adil Yigit wird nicht ausgewiesen mehr

Süddeutsche:  Nach Protestaktion : Deutschland will Erdoğan-kritischen Journalisten ausweisen mehr

Kurier:  „Neuigkeitenzimmer“ statt Journalismus (Helmut Brandstätter) mehr

Salzburger Nachrichten:  Döblinger Villa:  Wie ein Hedgefonds-Star die Pressefreiheit stärkte mehr

Süddeutsche:  Pressefreiheit: „Journalismus ist nichts für Optimisten in Ungarn“ mehr

KurierKhashoggi-Mord: Die schmutzigen Geschäfte mit Saudi-Arabien mehr

Salzburger Nachrichten:  Anti-Korruptions-Preis für ermordete maltesische Journalistin mehr

Kurier:  Saudi-Arabien gibt Tötung von Journalist Khashoggi zu mehr

Standard:  Mord an bulgarischer Fernsehmoderatorin: Verdächtiger gestand Tat mehr

Standard:  Mord in Bulgarien nährt Sorge um Pressefreiheit mehr

Salzburger Nachrichten:  EU will rasche Ermittlung zu Journalistenmord in Bulgarien mehr

Radio Free Liberty:  Bulgarian TV Reporter Raped, Killed In ‚Barbaric‘ Crime After Program On Alleged Corruption mehr

Standard:  Gerechtigkeit für Kickl! (Kommentar der anderen: Karl Newole, Alexander Latzenhofer) mehr

Kurier:  Türkei geht von Journalistenmord in saudischem Konsulat aus mehr

Neue Zürcher Zeitung:  Der saudische Journalist Jamal Khashoggi soll ermordet worden sein mehr

Standard:  US-österreichischer Journalist aus Nicaragua abgeschoben mehr

Kurier:  Türkei: Der saudi-arabische Journalist Khashoggi wird vermisst mehr

Standard:  Burschenschafter-Anfrage:  Minister Kickls Transparenz-Offensive  mehr

Standard:  FPÖ und Pressefreiheit: Grenze erneut überschritten (Astrid Ebenführer) mehr

Wiener Zeitung:  Was Kickl nicht versteht (Walter Hämmerle) mehr

Standard:  Alt-Bundespräsident Fischer kritisiert Vorgänge im Innenministerium  mehr

Standard:  BMI outet Anfragen von „Falter“-Chefredakteur Klenk mehr

Standard:  FPÖ-Reaktion: Causa-Kickl geht Kapsch „einen Schmarrn an“ mehr

Kleine Zeitung:  Scharfe Kritik an Kickl von IV-Präsident Kapsch mehr

ORF.at:  Erdogan bei Merkel:  Schlagabtausch über Pressefreiheit mehr

Standard:  Herr Bundeskanzler, geben Sie Informationsfreiheit! (Martin Kotynek) mehr

Kurier:  Strache: „Die Pressefreiheit ist nicht einmal im Ansatz gefährdet“ mehr

Standard:  Kritische Kommunikation mit Kickl (Michael Simoner) mehr

Die Presse:  Brüsseler Presse verurteilt „Manipulationsversuche in Österreich“ mehr

Kurier:  Medien und Politik, a schlamperte G’schicht (Martina Salomon) mehr

Kronenzeitung:  Mail aus dem BMI.  FPÖ unterstützt Kickl und ortet „Medienhatz“ mehr

ORF.at:  Umstrittene Medien-Mail:  Empörung nach Kickls Rechtfertigung mehr

Kurier:  Auslandsecho alarmierte Kurz mehr

Standard:  Opposition zerpflückt Kickls Medienpolitik im Parlament mehr

Kurier:  Herbert Kickl: Ein Minister im Attackemodus mehr

Kronenzeitung:  Misstrauensantrag:  Schreiduelle um die Pressefreiheit im Hohen Haus mehr

Die Presse:  Das Kommunikationsproblem des Innenressorts mehr

Kurier:  Van der Bellen: „Jede Einschränkung von Pressefreiheit inakzeptabel“ mehr

Standard:  Innenminister Kickl nach E-Mail-Affäre: „Pressefreiheit ist unantastbar“ mehr

Die Presse:  „Noch keine Diktatur“: Debatte über Innenministerium-Papier mehr

Frankfurter Allgemeine:  Angriff auf Pressefreiheit? : Österreichs Innenminister muss sich im Parlament verantworten mehr

Süddeutsche:  Pressefreiheit in Österreich: Dem Innenminister ist nur Propaganda genehm mehr

Die Zeit:  Ist Österreichs Pressefreiheit in Gefahr? mehr

Spiegel:  Pressefreiheit in Österreich: Innenminister distanziert sich von E-Mail seines Sprechers mehr

Daily Telegraph:  Austria accused of muzzling press after police told to withold information from critics mehr

Erklärung der Vereinigung Europäischer Journalisten (AEJ) vom 25.9.2018

AEJ:  Innenministerium darf Medienfreiheit nicht einschränken

Utl:  Einteilung in gute und böse Medien erster Schritt zur Knebelung

Die Vereinigung Europäischer Journalisten (Association of European Journalists AEJ) verurteilt scharf Pläne des Innenministeriums, die Zusammenarbeit mit unabhängigen Medien einzuschränken. Nur noch Medien, die wohlwollend über den Innenminister Herbert Kickl und die Polizeiarbeit berichten, sollten bevorzugt Informationen erhalten. Die anderen Medien sollten nur noch eingeschränkt informiert werden.

Für AEJ-Präsident Otmar Lahodynsky ein klarer Angriff auf die Pressefreiheit in Österreich. „Kickl ist Wiederholungstäter. Vor einigen Worten gab es ernstzunehmende Hinweise aus dem Innenministerium, dass im Zuge der BVT-Affäre sogar Hausdurchsuchungen bei investigativen Journalisten geplant seien. Offenbar orientiert sich der Innenminister immer stärker an den bereits erfolgten Einschränkungen der Medienfreiheit in Ungarn oder Polen. Wer Medien in gute und schlechte einteilt, handelt wie ein Autokrat, nicht wie ein demokratisch gewählter Politiker.“

Die FPÖ hat schon einmal als Koalitionspartner die Informationsarbeit der von ihr besetzten Ministerien an kritische Medien eingeschränkt; in der ersten schwarz-blauen Koalition ab dem Jahr 2000. Ministeriumssprecher von FPÖ-Ministern wollten damals wochenlang unter anderem profil-Journalisten keine detaillierten Auskünfte mehr erteilen. Es gab damals auch ein gegen profil verhängtes Interview-Verbot von FPÖ-Ministern.

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Falter:  Armin Wolf: Warum ich Facebook und Twitter beliefere

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Standard:  Amtsverschwiegenheit:  Wie-zwei-Urteile-das-Amtsgeheimnis-schwaechen

AEJ Europa:  Austrian newspaper editors warn on police raids and growing press freedom threats (Otmar Lahodynsky)

Christian Rainer („profil“): Ausweitung der Kampfzone

Martin Kotynek („Der Standard“): Es gilt die Pressefreiheit

Helmut Brandstätter („Kurier“): Die Meinungsfreiheit ist schnell in Gefahr!

Rainer Nowak („Die Presse“):  Herbert Kickl spielt mit dem Feuer

Esther Mitterstieler („News“):  Die Freiheit, die wir meinen

Ö1-Journal:  Reaktion von Innenministerium und Bundeskanzleramt

Die Presse:  Pressefreiheit_FPOe-weist-Stellungnahme-der-Chefredakteure-zurueck

ORF.at:  Seymour-Hersh-die-abrechnung-des-aufdeckers

18-06-23 Offener Brief an den türkischen Präsidenten

Firdevs Talk Turkey: will-the-austrian-presidency-make-a-difference-to-turkey-eu-relation